[450 mm]
[AND]
450 mm First Light: Andromeda

Aufnahmedaten

Weitere BezeichnungenM31, Andromeda-Galaxie
SternbildAndromeda
Datum05. Sept. 2019
OrtSüdl. Toskana – Italien – 790 müNN – 21,35 mag
Kamera6Da (Vollformat / astromod.)
OptikOmegon 71/450 – f/6.3 Quadruplet-Apo
MontierungiOptron CEM25p
Belichtungszeit28*180 Sek = 1h + 24 min
Weiteres?Wie üblich: Ohne Filter.

Das erste ‘First Light’

Hat man ein neues Teleskop (oder Objektiv), so erstellt man irgendwann (abhängig von der Gnade des Wettergotts) das erste Bild:
Das ‘First Light’.
Oft nutzt man dafür ein eher einfaches Himmels-Objekt: Meist ein recht helles und/oder eins, das man schon mehrfach fotografiert hat.
Das erste Bild soll ja einen Eindruck vermitteln, wie das neue Teleskop so arbeitet und da ist es schon sinnvoll, wenn man einen Vergleich hat.

In diesem Fall war es mein erstes Linsenteleskop überhaupt (zuvor nutzte ich nur Spiegelteleskope).
Ein 450 mm Quadruplet, das eine recht gute Farbabbildung aufweisen sollte (und es auch tut).
Andererseits: Ein Linsenteleskop ist ja auch nichts anderes als ein Fotoobjektiv und so gesehen, war es beileibe nicht ‘das erste’.

Die Frage: “Warum Linse statt Spiegel?” und all die damit einhergehenden Vor- und Nachteile möchte ich an dieser Stelle keinesfalls erörtern.
Ich bin jedenfalls den Schritt von einer zur anderen Technik gegangen und bereue ihn nicht.

➡️ Zum Bild selber:
Tja – was soll man da großartig zu sagen? Es ist eben ein ‘First Light’ und es zeigt die Andromeda-Galaxie.
Dabei sind nicht mal ganz 1,5 Stunden in das Bild geflossen, was (gerade für Einsteiger) mit das erstaunlichste sein dürfte.
Aber das zeigt vor allem eins: Die Bildentwicklung und das Erlernen derselben ist die halbe Miete.

Fotografiert habe ich mit relativ wenig Technik:
D.h. einer DSLR und ohne Computer-Unterstützung. Ich habe einfach die Andromeda-Galaxie angefahren (sie ist ja mit bloßem Auge gut sichtbar) und die Kamera per Fernauslöser knipsen lassen.

➡️ Übrigens:
Es gab in dieser Nacht noch ein ‘second’ First Light. Also ein zweites Bild und dabei ein genauso klassisches Zielobjekt: Die Plejaden. (Hier kannst Du die Aufnahme sehen). Und darum steht da als Überschrift auch: “Das ‘erste’ Frist Light”


Selbstverständlich war das nicht die erste Aufnaheme, die ich von der Andromeda-Galaxie gemacht habe. Ich bin immer mal wieder ‘vorbei gestolpert’; Tatsächlich war dieses gut sichtbare Himmelsobjekt auch das erste Ziel, das ich jemals mit einem Teleskop angesteuert habe – wie wohl viele von Euch auch.
Aber richtig lange und mit dem Ziel einfach ein schönes Bild zu haben, habe ich Andromeda nie fotografiert. Das waren eigentlich immer nur Testbilder, meist für neues Equipment.
Wirklich lange Belichtungszeiten investiere ich lieber in andere Objekte: Dunkelnebel.

Hier nun einige Bilder im Anhang:

  • Zunächst diese ‘erste Teleskop-Aufnahme’ (750 mm). Schon irre lang her, aber dennoch:
    So schlecht war das nicht für den ersten Versuch mit der damals ganz neuen Technik. Und für mich absolut ausreichend, um sofort weiter machen zu wollen.
    Kleine Astrotracker habe ich aber seitdem niemals beiseite gelegt und fotografiere weiterhin in jeder Nacht nicht nur mit ‘dem dicken Ding’, also einem Teleskop, sondern auch mit einem (oder mehreren) Astrotrackern und Fotoobjektiven.
  • Als zweites hänge ich daher eine recht alte (und stark beschnittene) Aufnahme mit einem 200 mm Objektiv an. Damals fand ich das gut, heute graust es mich fast: Vollkommen übermäßig bearbeitet; kaputt bearbeitet
  • Bild Nummer 3 ist dann wieder eine Aufnahme mit einem Teleskop, in diesem Fall ein 600 mm Spiegelteleskop
  • Das vierte Bild zeigt das sogenannte Herbstviereck, ein leicht zu findendes Sternenmuster. Und eben auch die Andromeda-Galaxie. Das ist ein Panorama (bzw. ein Ausschnitt aus einem größeren Panorama). Nur 85 mm Brennweite und nur 45 Minuten Belichtungszeit je Pano-Teilfeld
  • Die nächste Andromeda ist eine kurzbelichtete 26 Minuten Aufnahme. Sie war Teil meines Tests des Omegon LX3.
    Ich stellte mir die Frage, ob man auf so einer winzigen Nachführung, so einem kleinen Astrotracker auch ein großes 500 mm Fotoobjektiv nutzen könne. Die Antwort, also das Foto, ist klar: Ja.
  • Das folgende ‘Warp-Speed’ Bild entstand übrigens im Zuge dieses Tests: Das genutzte 150-500 mm Zoom Objektiv rutschte während der Aufnahme von 600 auf 150 mm. Ich finde das Ergebnis sehenswert.
  • Das letzte Bild ist das neueste. Ebenfalls eigentlich nur eine Testaufnahme. Entstanden im Herbst 2021. Damals hatte ich den kleinen Omegon LX4 ganz neu und startete einen Versuch mit einem kleinen 274 mm Apo-Linsenteleskop. Rund 4 Stunden Belichtungszeit flossen in das Endergebnis. Und auch hier konnte ich dann sagen: Ja, es funktioniert, ein kleines Linsenteleskop auf dem winzigen Astrotracker zu nutzen (es ist aber nicht unbedingt empfehlenswert).
  • Zuletzt noch der Hinweis auf meinen Artikel zum Sternbild Andromeda.
    Dort gibt es nicht nur Bilder von anderen Deep-Sky-Objekten und Beschreibungen derselben. Du findest dort auch die antiken Sagen, die sich um dieses Sternbild ranken und einige astronomische Fakten zu unserer Nachbargalaxie. Gut recherchiert und relativ tiefgreifend, aber locker und einfach verständlich beschrieben.

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Link zum Artikel Sternbild Andromeda – Die Prinzessin des Herbsthimmels

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