Es geht in großen Schritten auf „beliebiges Fest einsetzen*“ zu und noch immer fehlt der geniale Einfall für ein treffendes Geschenk für begeisterte Milchstraßen-Fans?
Oder fragt man Dich immer wieder: „Was wünscht Du Dir?“, aber Dir fällt einfach nichts mehr ein?

*Weihnachten, Geburtstag, Ostern, Hochzeit, Zuckerfest, Namenstag, Chanukka, Scheidung, Taufe, Schulabschluss, Renteneintritt…

Hier sind einige Ideen. Möglicherweise ist etwas für Dich dabei, vielleicht gibt Dir meine Liste aber auch nur eine Anregung für eigene Ideen.

Als Ergänzung zu meinem Beitrag von letzem Jahr habe ich nun erneut spannende Produkte zusammengestellt. Seit dem letzten Herbst ist ja nicht nur einiges neu erschienen, sondern auch ich habe mir einiges neu besorgt.
Dieses Jahr sind es allerdings überwiegend Bücher, wenngleich sich weiter unten auch ein paar tolle technische Geräte finden.

Ich kann daher den Beitrag vom letzten Jahr wirklich empfehlen, denn dort ist ein Großteil der technischen Gadgets beschrieben:

Geschenkideen für Astronomen, Astrofotografen, Sternfreunde und andere Nachthimmel-Fans.
Eine Liste informativer Bücher, technischer Spielereien und einer Menge nicht ganz ernst gemeinter, kurioser Artikel rund um das Thema ‚Sternenhimmel‘. Wie wäre es mit einem Weltraumflug oder einer Nacht mit Jupiter? Ein Planetarium für Zuhause oder doch lieber eine echte Sternschnuppe? Schaue und staune!

 
Ich habe zu allen Artikeln die Links zu Amazon und Astroshop hinzugefügt. Auch wenn Amazon sehr beliebt ist, kann ich den Kauf beim Astroshop nur empfehlen; nicht selten sind die Preise dort besser. Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung war beispielsweise das unten vorgestellte „Sky Quality Meter“ mit 149.- um 20.- günstiger als bei Amazon. Ebenso der Leuchtpunktsucher. Auch unterstützt man damit ein mittelständisches Unternehmen.

Ist das jetzt Werbung?
Ich kann es schon hören: „Oje – Werbung“
Und ja, irgendwie hast Du damit auch recht. In einem gewissen Sinne ist es Werbung.
Allerdings bekomme ich weder von den Autoren der Bücher, noch von den Verlagen oder den Herstellern etwas gezahlt. Leider schicken sie mir auch keine kostenlosen Exemplare.

Ich stelle hier viele Produkte vor, die ich selber kenne und aus Überzeugung nutze oder solche, die ich entweder gerne hätte oder für sehr sinnvoll halte.

Falls Du es dennoch ‚blöd‘ findest, dann kannst Du auch einfach wegklicken und Dir lieber ein paar schöne Fotos anschauen, ein informatives Tutorial lesen oder Deine Zeit sonst wie sinnvoll nutzen.

Von daher:
Fühl Dich gut informiert und unterhalten.

 

Bücher

Vor genau einem Jahr habe ich bereits geschrieben: „Auch in Zeiten des Internets sind Bücher nicht zu ersetzen.“ und damals eine Liste von unverzichtbaren Werken vorgestellt. Bücher wie „Der Atlas für Himmelsbeobachter“ oder „Der Deep-Sky-Reiseführer“ gehören eigentlich zur Grundausstattung jedes Astrofotografen.
Auch dieses Jahr habe ich mir mehrere neue Bücher gekauft und einige gefunden, die spannend, unterhaltsam oder sehenswert sind. Aus der Vielzahl der Astrobücher stelle ich Dir hier verschiedene gute Werke vor.
(Eigene Texte sind normal geschrieben, Klappentexte der Bücher kursiv gehalten)

 

Das erste Buch und wohl das einzige, das ich jedes Jahr auf’s Neue kaufe, ist:
Das Kosmos Himmelsjahr.

Es gibt einen umfassenden Ausblick auf die himmlischen Ereignisse des folgenden Jahres. Diese Jahresbücher erscheinen in verschiedenen Verlagen und in unterschiedlichen Ausführungen. Welches das richtige ist, ist Geschmackssache.

Eine Alternative wäre „Der Sternenhimmel 2018: Das Jahrbuch für Hobby-Astronomen„.

 
 

Ein weiteres Buch, das ich mir in diesem Jahr besorgt habe, ist wahrscheinlich nicht ganz so „massentauglich“. Aber bestimmt für einige ungemein faszinierend. Einen Nachteil hat es jedoch: Es ist nur auf englisch und auch nur gebraucht (bzw. neu zu einem unfassbaren Preis) erhältlich.
Dennoch kann ich „The Mapping of the Heavens“ absolut empfehlen.

Es beschreibt auf über 130 großformatigen Seiten die Entstehung der Sternbilder in verschiedenen Kulturen, wobei diese Aussage eigentlich zu kurz greift, denn das Buch ist ungemein umfassend.
Wohl seit Anbeginn der Zeit faszinierten die Menschheit die Sterne und so wurden Mythen ersonnen und dabei Muster und Bilder göttlicher Wesen in den Nachthimmel gezeichnet. Sumerer, Babylonier, Ägypter, die Kulturen am Indus…, all die frühen Hochkulturen haben Zeugnis hinterlassen, so dass wir heute noch erfahren können, wie sie den Nachthimmel wahrnahmen. In ihren Mythen finden sich die Grundlagen für unsere heutigen Sternbilder. Denn diese Sagen und Sternenmuster waren es, die in späteren Jahrhunderten von Griechen, Römern, Arabern weiterentwickelt wurden und die über das Mittelalter bis in unsere Zeit mehr oder weniger verändert fortbestehen.
Dem Buch gelingt es in einer sehr anschaulichen und umfassenden Art, diese Geschichte zu erzählen. Dabei ist es reich bebildert und ermöglicht es so, vieles auch mit eigenen Augen nachzuvollziehen.

Wer sich also im Englischen einigermaßen zuhause fühlt, dem sei dieses Buch wirklich empfohlen. Aber alleine die unzähligen Bilder sind es wert, durch das Buch zu blättern…
Ich habe es direkt aus Amerika bestellt. Es hat zwar rund drei Wochen gedauert, bis es bei mir war, aber dafür lief alles absolut problemlos.

 
Die folgenden zwei Bücher habe ich mir in der (auch in Erfüllung gegangenen) Hoffnung bestellt, dort sowohl einige Anregungen für neue „fotografische Zielgebiete“ zu erhalten als auch in der Erwartung, einiges über die Objekte zu erfahren.
Natürlich kann man sich einen Großteil davon auch im Internet heraussuchen, aber an einem dunklen Winterabend auf dem Sofa mit einer Tasse Tee macht das Schmökern in Büchern einfach mehr Freude.

 

Das Erste ist 101 Himmelsobjekte die man gesehen haben muss.
Bei den vorgestellten Objekten handelt es sich zu einem großen Teil um Deep-Sky-Objekte; darunter viele des Messier-Katalogs, jedoch nicht aussschließlich. Daneben wird auch auf Planeten, die Sonne, Kometen und Meteore, Satelliten, die ISS und Iridium-Blitze, den Mond und weiteres eingegangen.
Alle vorgestellten Objekte sind entweder mit dem bloßen Auge, einem Feldstecher oder normalen Teleskopen (bis 1000 mm) sichtbar und natürlich auch fotografierbar. Es wird kein besonderes Spezial-Equipment vorausgesetzt.
Bei jedem Objekt gibt es eine Beschreibung und die Zwischenüberschriften: „Wohin schauen?“ und „Was sieht man?
Besonders witzig finde ich die Idee, die Beobachtungen zu einer Art Spiel oder Jagd zu machen. Bei jedem Objekt kann man „Beobachtungspunkte“ sammeln und wird so angeregt, es immer wieder zu versuchen und noch genauer hinzuschauen. Je nach Schwierigkeit gibt es eine unterschiedliche Punktzahl zu „gewinnen“. So kann man beispielsweise auf dem Mond verschiedene Krater finden und Punkte sammeln oder im Sternbild „Schlangenträger“ bestimmte Sterne entdecken (2 Punkte) oder den Sternhaufen IC 4665 aufsuchen (3 Punkte).
Der Autor, Robin Scagell, ist übrigens Vizepräsident der britischen Vereinigung der Hobbyastronomen.

Insgesamt ein wirklich gutes Buch. Kein „must-have“, aber in jedem Falle eines der vielen, die fortgeschrittenen Anfängern viel Freude bereiten können.

 

Das zweite Buch ist Stars am Nachthimmel – der sichere Wegweiser zu den 50 schönsten Himmelsobjekten und spricht ebenfalls fortgeschrittene Anfänger an.
Hier werden ausschließlich Deep-Sky-Objekte vorgestellt, wiederum zu einem großen Teil Einträge aus dem Messier-Katalog. Zu jedem Objekt gibt es unter der Zwischenüberschrift „Ihr Weg zu Objekt XYZ“ eine Beschreibung mittels Star-Hopping die Himmelsregion zu finden.

Mir hat besonders gut gefallen, dass es zu jedem Objekt ein Foto gibt, das die Autoren selber gemacht haben. Die Bilder entstanden teils in Namibia, zur Hälfte jedoch in Deutschland (Westerwald).
Im hinteren Teil des Buches erfährt man zu jedem Bild die Daten der genutzen Teleskope, Montierungen, Objektive, Kameras, gegebenenfalls genutzter Filter und sogar die Belichtungszeiten und gewählten ISO-Einstellungen. Das ist so in kaum einem anderen Buch zu finden. Die Fotos sind also alle nachvollziehbar und absolut realistisch. Man bekommt einen sehr guten Eindruck, wie man die Objekte auch selber fotografieren kann, da die Autoren u.a. mit Spiegelreflexkameras an normalen Teleskopen mit Brennweiten zwischen (grob) 500 und 1200 mm arbeiten.

Ich kann dieses Buch daher wirklich empfehlen, wenngleich einige Objekte, wie z.B. die Plejaden den meisten Lesern bekannt sein dürften. Es ist ein Buch, dem man anmerkt, dass es zwei Menschen komplett selber erstellt haben. Sie haben die Objekte ausgewählt, selber fotografiert und die Texte verfasst. Angesichts der Arbeit, die in so einem Werk steckt, ist der Preis, zu dem es mittlerweile „verschleudert“ wird, fast eine Beleidigung.

 

Eine Kartensammlung des Nachthimmels, wie sie der Kosmos Sternenatlas kompakt bietet, ist eigentlich unverzichtbar für die Beobachtung des Nachthimmels. Nur so kann man sich am Himmel kleinteilig orientieren und gewünschte Objekte zielsicher auffinden.
Die Methode der Wahl ist bei der Suche nach einem Objekt sicherlich das sog. „Star-Hopping“, also das Springen mit den Augen von Stern zu Stern. So nähert man sich von einem großen und bekannten Stern kommend, langsam dem Zielgebiet an. Anhand der in diesem Buch abgebildeten 80 Karten ist das ideal umzusetzen.
Der „Deep-Sky-Reiseatlas„, den ich letzes Jahr vorgestellt habe, ist ein ganz ähnliches Werk, jedoch weniger detailreich.
Der Kosmos Sternenatlas kompakt ist sehr praxistauglich: Er ist unempfindlich gegen nächtliche Feuchtigkeit, kann kontrastreich im Rotlicht betrachtet werden, ist aufgrund Spiralbindung gut zu handhaben und hilft dank der detaillierten und übersichtlichen Karten schnell zu einem der 1500 eingetragenen Deep-Sky-Objekte zu gelangen.

 

Der Reiseatlas Mond ist genau das, was man von einem Atlas erwartet: Eine ausführliche Kartensammlung einer Region. Nur handelt es sich hierbei nicht um eine irdische Karte mit Flüssen, Gebirgen und Autobahnen, sondern um eine detailreiche Karte der sichtbaren Mondoberfläche. Für Beobachter des Mondes (und solche, die es werden wollen) ein unverzichtbares Werk.
Die Grundlage der 38 Kartenseiten der Mondvorderseite bilden hochauflösende Fotos des NASA-Satelliten Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO), der ein vollständiges Mondmosaik in bisher unbekannter Qualität erstellt hat. Alle Bilder haben einen einheitlichen Schattenwurf, was die Identifizierung von Strukturen wesentlich vereinfacht und dem dreidimensionalen Bildeindruck zugute kommt. Alle bekannten Krater, Täler, Rinnen, Mare und weitere Strukturen sind in den Karten benannt.
Ergänzt werden die Karten durch Detailausschnitte, Beschreibungen zu einzelnen Objekten und Beobachtungstipps.
Wie die anderen bereits vorgestellten Atlanten zur Orientierung am Nachthimmel, ist auch der Mondatlas mit einer praktischen Spiralbindung ausgestattet und dank der laminierten, wasserabweisenden Oberfläche ideal für den Feldeinsatz geeignet.
Dieses Buch ist, ähnlich wie der bereits letztes Jahr vorgestellte „fotografische Mondatlas“ ein Muss für Freunde unseres kosmischen Begleiters.

 

Wie bereits oben beim Sternenatlas angesprochen, ist das Star-Hopping, die beste Methode, um sich einer bestimmten Region am Himmel zu nähern. Wir kennen das alle: So verbinden wir z.B. in Gedanken die einzelnen Sterne des großen Wagens miteinander, indem wir unser Augen zwischen den Sternen springen lassen. Der bekannteste Sprung ist wohl die 4-fache Verlängerung der zwei Kastensterne des großen Wagens, um mit den Augen Polaris, den Nordstern, zu erreichen.
Das Buch Der Starhopper widmet sich dieser Technik nun genauer. Man erfährt, wie man ohne Computerunterstützung zielsicher am Himmel navigiert. Im folgenden Praxisteil werden 20 Touren zu spannenden Himmelsobjekten vorgestellt, wobei immer bei einem hellen und einfach zu findenden Stern begonnen wird. So macht man sich nach und nach mit der Technik vertraut und kann später u.a. mit dem oben vorgestellten Sternenatlas praktisch jedes Objekt am Himmel zielsicher ansteuern, ohne sich auf technische Hilfsmittel verlassen zu müssen.
Ein tolles Buch, das in spannenden Touren verständlich aufzeigt, wie die freie Orientierung funktioniert.

 

Ich kenne dieses Buch nicht selber, allerdings andere „Himmels-Hopper“ und finde sie sehr geeignet. Hier der Klappentext:
Krater, Rillen, Meere, Gebirge: Auf dem Mond gibt es viel zu sehen, doch im Teleskop fällt bei der Vielzahl der Objekte die Orientierung auf dem Mond schwer. Dieses Buch beschreibt leicht verständlich, wie man auf dem Mond navigiert, ohne vom Weg abzukommen. Im Praxisteil führen 20 Touren über den gesamten Mond und zeigen die schönsten Mondformationen für kleine und mittlere Teleskope. Alle besonders für Einsteiger sehenswerten Mondregionen sind abgedeckt, gleichzeitig werden auch Geheimtipps und schwierigere Ziele gezeigt. Ausführliche Beschreibungen und Übersichtsfotos unterstützen die Orientierung, so dass kein zusätzlicher Mondatlas benötigt wird.

 
 
 
 
Auf das Thema Lichtverschmutzung bin ich bereits in einem der ersten hier erschienenen Artikel eingegangen. Leider hat es nichts von seiner Aktualität verloren. Im Gegenteil, die Lichtverschmutzung nimmt, trotz der vielfältigen Möglichkeiten sie einzudämmen, weiter zu.
Die folgenden zwei Bücher behandeln diese Art der Umweltverschmutzung aus zwei unterschiedlichen Perspektiven:

 

Das Ende der Nacht bietet nicht nur interessante Einblicke in den Stand der Technik, sondern liefert auch wichtige Fakten für Gespräche und Diskussionen. Denn so, wie auch das Thema Umweltverschmutzung vor über 40 Jahren erst ganz langsam aufkam und erst nach Jahren oder Jahrzehnten im Bewusstsein der breiten Masse ankam, ist es auch bei der Lichtverschmutzung ein langer Weg. Doch die wieder erlangte Sauberkeit unserer Gewässer oder die Schadstofffilter in Fabriken zeigen, dass ein Umdenken möglich ist. So kann vielleicht die nächste Generation zumindest in geschützten Gebieten wieder einen fast ungetrübten Blick auf den nächtlichen Himmel werfen.
Der Klappentext:
Jedem Stadtbewohner fällt auf, dass wir nachts aufgrund immer heller werdender künstlicher Beleuchtung kaum mehr Sterne am Himmel sehen können. Doch dies ist nur die Spitze des Eisbergs, was den Verlust natürlicher nächtlicher Dunkelheit betrifft. Menschen und Tiere – darunter Nachtfalter, Zugvögel und Meeresschildkröten – leiden mittlerweile rund um den Globus an der Zerstörung des Tag-Nacht-Rhythmus durch die übermäßige Erhellung der Nacht. Beim Menschen können Krankheiten und eine Zunahme von Stress die Folgen sein. Das gesamte Phänomen, das bisher nur in Fachkreisen bekannt war, wird in diesem Werk erstmals umfassend und reichhaltig illustriert vorgestellt – von Experten aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und den USA. Es ist für jeden geeignet, der sich für ein harmonisches Miteinander von Mensch und Natur sowie einen gesunden Arbeits- und Lebensrhythmus interessiert.

 

Die Nacht – Reise in eine verschwundene Welt ist kein rein informatives Nachschlagewerk, sondern vielmehr ein „Lesebuch“. In mehreren Kapiteln nimmt uns der Autor mit auf verschiedene „Reisen“, die alle unter dem Aspekt der Lichtverschmutzung und der verschwindenden Dunkelheit stehen. Es sind eher Geschichten als trockene Informationen und gerade das macht es so angenehm zu lesen. Dennoch sind sie voller Fachwissen und wichtigen Informationen. Der Autor hat sich sowohl mit vielen fachkundigen Personen unterhalten als auch Orte besucht, an denen die Lichtverschmutzung jedes Maß übersteigt, also auch solche, an denen gezielt etwas dagegen unternommen wird. Leider handelt das Buch fast ausschließlich von Amerika, so dass die angesprochenen „dunklen Orte“ von uns nur schwer aufgesucht werden können. Dem Lesevergnügen tut das jedoch keinen Abrbruch, das Buch fesselt und ist dank des Schreibstils des Autors flüssig zu lesen, informativ und gleichzeitig ungemein spannend.

 

Wer bereits eine komplette Mondfinsternis erlebt hat, hat dieses Ereignis garantiert noch in lebhafter Erinnerung. In Deutschland konnten wir sie das letzte Mal im September 2015 sehen (hier mein Video davon). Im Sommer 2018 ist es endlich wieder soweit. Die Finsternis findet dieses Mal jedoch am Abend in der Dämmerung und nicht mitten in der Nacht statt, aber dennoch können wir uns auf ein spannendes Ereignis freuen. Im Frühjahr 2019 haben wir dann erneut eine Chance, bevor wir bis 2021 warten müssen.
Was wäre also geeigneter als das Buch Mondfinsternisse – Grundlagen, Beobachtung, Fotografie, um sich ausreichend darauf vorzubereiten?

 

 
 
 
Die folgenden drei Bücher liefern „harte Fakten“. Wenngleich zumindest das erste noch recht locker geschrieben ist, geht es hier doch ans Eingemachte: Die Wissenschaft hinter all den schönen und spannenden Objekten.

Das Kosmos Buch der Astronomie ist sicherlich das am leichtesten verständliche Werk und richtet sich an (auch schon fortgeschrittene) Einsteiger. Es ist bunter, leichter geschrieben als die beiden folgenden und holt den Leser bei seinem mehr oder minder geringen Grundwissen ab. Das heißt nun keinesfalls, dass es dem Buch an Nievau mangeln würde. Im Gegenteil: Es ist wissenschaftlich fundiert und vermittelt unser Bild von „dem was ist“, unser Verständniss für das All, für die Objekte und Vorgänge hervorragend. Dabei geht es durchaus in die Tiefe, nur eben ohne sich in Formeln und wissenschaftlicher Fachsprache zu verlieren. Die vielen Bilder unterstützen das Verständis dabei deutlich und machen es für den Leser zu einer Freude, in die Faszination Astronomie tiefer einzusteigen.

 

Das Kompendium der Astronomie bietet einen wirklich umfassenden Einblick bzw. eine tiefgehende Einführung in die Astronomie. Wenngleich die Fähigkeit vorausgesettz wird, sich in komplexere Sachverhalte einzudenken, ist es dennoch auch für Laien ausgesprochen gut verständlich und lässt kaum eine Frage offen. Eine riesige Anzahl an Tabellen und Schaubildern verdeutlichen wichtige Aspekte. Alle Zahlen, Fakten, Daten, der Blick auf das große Ganze und hinein in kleinste Details. Dieses gewichtige Werk ist wirklich umfassend und bietet Informationen, die man im Internet nicht oder nur mit intensiver Recherche findet, keinesfalls jedoch so anschaulich und übersichtlich angeordnet.
Sicherlich kein unterhaltsames Schmökerbuch, aber dennoch ein absoluter Tipp für alle, die tiefer in die Materie einsteigen wollen.

 

Das letzte der drei Theorie-Bücher verdient diese Bezeichnung am ehesten. Astronomie in Theorie und Praxis ist ein Nachschlagewerk mit geballtem Wissen auf 1152 Seiten, das mittlerweile in der 7. Auflage vorliegt. Der Autor hat über Jahrzehnte ein ungemeines Wissen angesammelt und sein Buch Auflage für Auflage verbessert und erweitert. Hier findet sich nun wirklich alles, was man rund um das breite Thema Astronomie erfahren will und kann. Fakten zu unserem Sonnensystem, zur Milchstraße, zum Kosmos im Gesamten, Zahlen, Daten, Erklärungen. Gleichzeig aber auch alles rund um Teleskope, zur Astrofotografie und zu jeglichen Himmelsphänomenen.
Es ist nicht möglich, aufzuzählen, wie umfassend dieses Nachschlagewerk ist.
Der Autor, der Mathematiker, Physiker und Astronom Dr. Erik Wischnewski hat auch einen eigenen wirklich sehenswerten Youtube-Kanal, wo er in mittlerweile über 100 Folgen auf eine unnachahmliche, leicht kauzige und liebenswerte Art, Themenbereiche seines Buches vorstellt.
Diese Ausschnitte aus dem (sehr langen) Klappentext zeigen, wie ausführlich dieses Werk ist:
Der Wunsch nach Information und Auseinandersetzung mit diesem ewig spannenden Thema schlummert in jedem von uns. Hierbei soll das hier vorgelegte Kompendium und Nachschlagewerk eine lebenslange Hilfe sein. Es wurde von zahlreichen Lesern der Fachwelt zu einem Standardwerk der deutschen astronomischen Literatur ernannt und stellt in seiner einmaligen Art der Kombination aus Theorie und Praxis eine Klasse für sich dar. […] Die 923 Formeln werden durch 907 Farbgraphiken und Photos und 440 Tabellen visualisiert und durch zahlreiche Beispiele belebt. […] Ein Register mit über 5350 Stichworten macht das Buch zu einem beliebten Nachschlagewerk.
Auch wenn das Buch nicht gerade ein handliches Buch mit lieblichen Gutenachtgeschichten ist, sondern vielmehr ein „dicker Klotz“, den man gezielt zum Nachschlagen nutzt, macht es dennoch ungemein Freude, darin zu blättern und dann doch wieder viele Seiten am Stück zu lesen. Eine absolute Empfehlung!

 
 

Dieses Buch ist, im Vergleich zum folgenden, etwas weniger bildgewaltig, dafür aber informativer. Alles Wissenswerte rund um Galaxien, von der Entstehung über die Ausformung verschiedener Typen hin zu vielen Details finden sich in Galaxien – eine Einführung für Hobbyastronomen sehr anschaulich und tiefgehend dargestellt. Wenngleich die Bebilderung nicht der eines Bildbandes entspricht, findet sich dennoch auf über 200 Seiten sehr viel Anschauungsmaterial.
Ein absolut empfehlenswertes Buch, wenn man sich für die (fast) größten Strukturen interessiert, die man von der Erde aus sehen und fotografieren kann. Das Buch eignet sich vor allem auch für Astrofotografen, denn es wird ausführlich erklärt, wie man Galaxien mit Amateurteleskopen beobachten und fotografieren kann. Dabei werden viele (auch unbekanntere) Galaxien vorgestellt und man erfährt einiges über die Entstehung der Bilder.

 
 
 
Mit dem folgenden Buch möchte ich die Brücke schlagen, von den überwiegend informativen Büchern, die allerdings auch meist schön bebildert sind, hin zu dem Genuss für das Auge:

Bildbände

Der Bildatlas der Galaxien ist ein wahrer Augenschmaus.
Die über 300 prachtvollen Bilder zeigen Galaxien in all ihrer Vielfalt und strahlender Schönheit. Es ist neben dem unschlagbaren Atlas der Messier-Objekte (mein absolutes Lieblingsbuch; vorgestellt im letzten Jahr) sicherlich eines der schönsten Bücher zu Himmelsobjekten, die ich kenne.

Das Buch ist mehr als ein reiner Bildband. Es vermittelt einen groben, aber gut verständlichen Einblick in das Wesen, die Entstehung und Entwicklung von Galaxien. So lernt man, auch im Zusammenspiel mit den beeindruckenden Aufnahmen, die Eigenschaften und Morphologie der einzelnen Galaxien-Typen kennen und bekommt einen Eindruck von deren Vielfalt.

Da die Aufnahmen nicht vom Hubble-Weltraumteleskop stammen, ist es erwähnenswert, dass jedem Bild eine Tabelle beiseite gestellt ist, die Angaben zur verwendeten Technik, zu Kameraeinstellungen und Belichtungszeiten, zu Fotograf und Aufnahmeort enthält.
Als Ergänzung findet sich in dem Werk auch ein Literaturverzeichnis für alle, die sich wirklich tiefgreifend mit Galaxien beschäftigen möchten.

Neben dem nur noch gebrauchten (und immer noch sehr teuren) Atlas der Messier-Objekte, ist dieses Buch wahrlich DER Tipp schlechthin und garantiert ein Geschenk, das große Freude auslöst.
 

Der Atlas der großen Kometen reiht sich in seiner Großartigkeit wohl nahtlos an das zuvor erwähnte Werk. Es stammt, wie der nun schon mehrfach erwähnte Atlas der Messierobjekte, aus der Feder von Ronald Stoyan, was sicherlich eine Garantie für hervorragend recherchierte, tiefgehende und dennoch leicht verständlich geschriebene und ausgesprochen spannende Informationen ist.
Auch der ebenfalls letztes Jahr beschriebene und für jeden Astrofotografen unverzichtbare Atlas der Deep-Sky-Objekte stammt von dem wohl herausragendsten Autor deutschsprachiger Astronomie-Literatur.
Leider hatte ich dieses Buch noch nicht selber in der Hand, aber die Kenntnis der anderen „Atlanten“ und der Klappentext ergeben für mich das Bild eines wirklich außergewöhnlichen Buches:
Dieser beeindruckende Bildband zeigt in bisher unerreichter Fülle an historischen Zeichnungen, Grafiken, Flugblättern und Fotografien die 30 größten Kometen der Neuzeit. Die historischen Dokumente verdichten die Empfindungen der Menschen, die Irrungen und Wirrungen von Aberglauben und Wissenschaft, über einen Zeitraum von mehr als 500 Jahren. Das in aufwändiger Recherche ermittelte Bildmaterial wird von informativen Texten begleitet.

Die Meinung eines stolzen Besitzers rundet dieses Bild ab:
Ein wunderbarer opulenter Bildband über Kometen. Informativ, liebevoll und aufwendig gestaltet sowie excellent recherchiert. Für mich ein Bildband zum Träumen. Absolute Kaufempfehlung trotz des Preises. Es lohnt sich!!

 

Mit diesem Bildband erhält man ein Buch, das all die Objekte zeigt, die uns (größtenteils) auf der nördlichen Halbkugel für immer verborgen bleiben: Leuchtende Emissionsnebel, riesige Sternhaufen, die Magellanischen Wolken, Dunkelnebel… rund 70 Himmelsobjekte von strahlender Schönheit werden in diesem Buch hervorragend präsentiert. Die Perlen des Südhimmels ist ein treffender Name, der die uns überweigend unbekannten Schätze des Südens näher bringt. Nach dem Genuss dieses Buchs wird das Fernweh geweckt und der Wunsch, die dunklen Regionen Chiles oder Namibias zu bereisen angefacht.
Jedem Objekt ist eine Doppelseite gewidmet: Eine zeigt das Objekt in leuchtenden Farben, die zweite beschreibt es mit einem informativen Text. Angenehm ist, dass dieses Buch ein relativ handliches Format hat, so dass man ohne Anstrengung auf dem Sofa lesen kann und nicht das Gefühl bekommt einen 5 kg Brocken auf den Beinen liegen zu haben.

 

Die bisher vorgestellten Bildbände zeigen Deep-Sky-Objekte, wie sie von der Erde aus fotografiert werden können.
In Juwelen des Universums wird diese terrestrische Sicht verlassen. Auf einer Reise immer tiefer ins All wird der Leser von Bildern größter Schönheit geradezu gefangen genommen. Hier finden sich nun auch (aber nicht ausschließlich) Aufnahmen verschiedener im Weltall ausgesetzter Kameras von Teleskopen und Raumsonden. Darunter auch aktuelle, hochauflösende Bilder der Sonde Rosetta, die den Kometen 67P/Tschurju­mow-Gerasimenko erkundete („Tschri“, der Komet, auf dem die Philae nicht so erfolgreich landete) oder die der Sonde New Horizons, die Pluto und Charon erreichte. Doch es geht noch wesentlich weiter hinaus und endet erst bei GN-z11, der (bisher) am weitesten entfernten Galaxie in über 13 Milliarden Lichtjahren Entfernung.

Die Bilder sind wirklich spektakulär, großformatig (teils über zwei Seiten hinweg) und so bisher kaum zu finden. Es sind keinesfalls die bekannten „Posterbilder“, die man schon öfters gesehen hat, sondern eine exquisite Auswahl wahrer Juwelen.

Auch die in dem Buch vermittelten Informationen gehen in die Tiefe und sind höchst aktuell, ohne sich dabei jedoch in zu komplexer wissenschaftlicher Sprache zu verrennen.

Das Buch ist hervorragend gestaltet und die Bilder sind in bester Qualität auf hochwertigem Papier gedruckt, so dass man einen wirklich aktuellen und wertigen Bildband erhält, der sich ideal als Geschenk eignet.

 

Zu guter Letzt nehme ich mir die Freiheit und stelle Euch hier ein Buch vor, das rein gar nichts mit Astronomie zu tun hat.
Es ist das Werk meines besten Jugendfreundes und langjährigen Weggefährten, des Fotografen, Filmemachers und Autoren Patrick Ranz.
Ein Buch, das mit Leidenschaft entstand, das mit Herzblut (und vielleicht auch blutenden Füßen) ehrlich „erwandert“ wurde. Ein Buch, das den Leser mitnimmt auf eine Reise und einen Blick schenkt in die Gefühlswelt eines reisenden Fotografen, der einen Traum lebt, den in der heutigen Zeit zu viele aufgegeben haben.

Auf dem Salzweg – Begegnungen auf Gandhis Spuren.
Im Jahre 1930 marschierte Gandhi mit seinen Anhängern 400 km durch Indien bis an das Meer, um gegen die Herrschaft der Briten aufzubegehren. Durch das symbolische Aufheben von Salz am Strand verstieß er gegen das Salzmonopol der Kolonialisten und setzte somit den Grundstein für den Rückzug der europäischen Besatzer aus diesem Subkontinent.

Der einst vorhandene Pilgerweg entlang der Strecke ist längst in Vergessenheit geraten und dennoch, oder gerade deswegen, machten sich Patrick und ein weiterer gemeinsamer Freund – Alexander Hirl – auf, diesen Weg neu zu erkunden, ausgerüstet nur mit einer jahrzehntealten DIN-A5-großen Karte, auf der der ungefähre Wegverlauf eingezeichnet war.
Ein Weg abseits der touristisch erkundeten Pfade, 400 km durch das indische Hinterland, eine Entdeckungsreise ins Unbekannte.
Da Patrick leidlich Hindi spricht, war es ihnen möglich, mit den Menschen am Wegesrand ins Gespräch zu kommen und Eindrücke zu sammeln, die Touristen in Indien normalerweise verborgen bleiben.
So entstand ein Bildband, der Indien von einer anderen, unbekannten Seite zeigt. Ein Kaleidoskop unterschiedlicher Bilder, die den Leser und Betrachter mit auf diese Reise nehmen.
Kurze Texte von Patrick und Gedichte von Alexander ermöglichen es, zu fühlen und zu erleben, wie beschwerlich, aber auch wie abenteuerlich und reich dieser Fußmarsch war.

Für mich ein wirklich außergewöhnliches Buch; nicht nur, weil Patrick mein Freund ist. Auch andere teilen diese Meinung:
Mit großer Einfühlsamkeit und photographischem Können ist es Patrick Ranz meisterhaft gelungen, das Leben im Gujarat, Geburtsland von Mahatma Gandhi, einzufangen. Neben Bildern von weitläufigen Landschaften, dichtem Straßenverkehr und überfüllten Bussen stechen dem Betrachter besonders die imposanten Porträts von einheimischen Familien und einzelnen Personen ins Auge. Gekonnt schafft Patrick Ranz kostbare Momente der Intimität in den Begegnungen.
(Prof. Dr. med. Vallabhbhai Patel)
Wer Indien, die größte Demokratie der Erde, mit all seinen Brüchen und Gegensätzen kennenlernen will, muss sich unter die Menschen mischen. Wer das Land verstehen will, muss die Geschichten der Straße hören. Die Idee von Fotograf Patrick Ranz und Filmemacher Alexander Hirl ist bestechend: Einundachtzig Jahre nach Mahatma Gandhi sind sie dessen legendären Salzmarsch nachgegangen. 400 Kilometer in 20 Tagen. 400 Kilometer voller Entbehrungen und Wunder. Die Erlebnisse entlang des Wegs haben sie in Wort und Bild festgehalten. Ein ungewöhnliches, ein anrührendes, ein wunderbares Buch.
(Dr. Achim Zons, Süddeutsche Zeitung)

 

Technik

Nach all den gedruckten Werken gibt es nun auch noch ein wenig handfeste Technik. Viel neues ist nicht hinzugekommen. Die wichtigsten technischen Hilfmittel habe ich bereits im letzten Jahr vorgestellt. Doch drei „Helferlein“ möchte ich Euch doch noch vorstellen:

Der fast wichtigste Tipp war, ist und bleibt die Objektivheizung.
Hier habe ich sie ausführlich in einem Artikel beschrieben:

Objektivheizung - Taukappenheizung - Heizmanschette gegen Tau auf dem Objektiv

Die Objektivheizung ist wirklich eines meiner absoluten Lieblingsteile.
Das hat einen guten Grund: Während andere Gegenstände eine Hilfe oder Ergänzung sind, ist eine Objektivheizung in manchen Nächten fast schon eine Grundvoraussetzung. Oftmals ist die auch Taukappenheizung genannte Heizmanschette die einzige Möglichkeit, Tau von der Linse fernzuhalten.
Hier gibt es Beschreibung, Funktionsweise, einen Test und Anwendungstipps aus der Praxis. Befreie Deine Linse von Tau!

 

Warum ich diese LEDS vorstelle?
Ich habe von zwei Fotografen erfahren, dass sie die Lichter gerne nutzen, um damit Szenerien bei Nachtaufnahmen auszuleuchten. Ich kann mir das sehr gut vorstellen und werde sie mir wohl auch zulegen (und danach nochmals davon berichten).
Man erhält vier Unterwasser-LEDs, die offenbar tatsächlich vollkommen wasserdicht sind und können in verschiedenen Farben leuchten. Die Möglichkeit, sie mit einer Fernbedienung an- bzw. auszuschalten, ist recht praktisch.
Ich stelle mir z.B. ein altes Gemäuer vor, das ich unter dem Sternenhimmel (z.B. für Startrails) fotografiere und von innen mit den Lampen etwas erhelle.
Wohl vor dem nächsten Astro-Urlaub im Süden ein Pflichtkauf.

 

Wie dunkel ist mein Beobachtungs- oder Fotografie-Ort wirklich? Unsere Augen sind dafür kein wirklich gutes Messinstrument und die Methode, die Helligkeit über das Aufsuchen verschiedener Sterne zu ermitteln, ist aufwendig und fehlerbehaftet. Wesentlich einfacher geht es mit einem Sky Quality Meter. Das ist ein kleines Gerät, ausgestattet mit einer Linse, welches die Himmelshelligkeit zuverlässig und objektiv misst. Dazu muss es nur wenige Sekunden in den Himmel gehalten werden, um auf einem Display den Wert abzulesen.
So lässt sich nicht nur ein wirklich geeigneter (dunkler) Ort finden, sondern auch die Unterschiede einzelner Nächte am selben Ort oder gar die Entwicklung der Lichtverschmutzung über einen längeren Zeitraum beobachten.
Sicherlich ist das nur ein Gadget, kein absolutes Muss. Dennoch ist es ausgesprochen interessant zu ermitteln, wie dunkel es wirklich ist. Denn nur an dunklen Orten können schwache Objekte beobachtet und fotografiert werden.

 

Ebenfalls nicht zwingend notwendig, aber überaus hilfreich ist ein Leuchtpunktsucher. Vor allem dann, wenn mit längeren Brennweiten auf einer kleinen Reisemontierung fotografiert wird.
Gerade Widefield-Astrofotografie im Bereich zwischen (grob) 100 und 200 mm lässt sich ideal mit normalen Fotoobjektiven bewerkstelligen. Doch das Auffinden bestimmter Himmelsregionen kann enorm mühevoll werden: Der Blick durch den Sucher zeigt nur ein enorm kleines Bildfeld, noch dazu relativ dunkel. Der LiveView-Bildschirm der Kamera ist nachts überfordert und schafft es nicht, die schwachen Sterne abzubilden. Und Systemkameras, bei denen anstelle eines optischen Suchers ein digitaler Sucher verbaut ist (wie z.B. Sony), versagen völlig.
Ein Leuchtpunktsucher, der z.B. in den Blitzschuh einer Kamera montiert wird, erzeugt einen hellen Punkt im Blickfeld. Somit wird es wesentlich leichter, die Kamera auf die gewünschte Region auszurichten.
Man schaut durch das relativ große Sichtfeld des Suchers, fast so, als würde man direkt in den Himmel blicken. Mittig im Sucher „schwebt“ dabei ein Lichtpunkt. So lässt sich die Kamera zielsicher ausrichten.

 

Schlusswort

Zum Abschluss dieser langen Liste empfehlenswerter Bücher und technischer Gerätschaften hoffe ich, nun einen hilfreichen Einblick und eine Auswahlhilfe in der umfassenden Welt der „astronomischen Hilfsmittel“ gegeben zu haben. Auch weise ich an dieser Stelle nochmals auf den (vor allem in technischer Hinsicht umfassenderen) Artikel aus dem letzten Jahr hin.
So spannend, wichtig und teilweise kaum verzichtbar manche der vorgestellten Dinge auch sind, so ist doch der Blick in den ungetrübten dunklen Sternenhimmel das, was eigentlich zählt. Und der ist, wie viele der wirklich wichtigen Dinge im Leben, frei und für jeden auch ganz ohne Helferlein erlebbar.
Somit wünsche ich aus tiefstem Herzen allen Lesern wunderschöne Stunden unter dem Firmament, ganz nach dem Motto dieser Seite: „Du, die Nacht und die Weite des Himmels“.

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