News Dezember 2017

Hallo Freunde der Nacht,

sieben lange Monate ist es her, dass ich hier zum letzen Mal News veröffentlicht habe.
Untätig war ich in all der Zeit jedoch nicht, wenngleich es davon hier recht wenig zu sehen gibt – meine Facebook-Seite zeigt dafür alle paar Tage ein neues Foto, manchmal auch mehrere zusammen mit einem kurzen Hintergrundbericht.
Allerdings war es dort in den letzten 1,5 Monaten auch sehr still – denn irgendwann muss ich auch mal arbeiten.

Fotogalerie

Hier auf der Seite sind vor allem viele Fotos in der mitlerweile erweiteren Fotogalerie hinzugekommen. Sie ist nun in vier Teilbereiche untergliedert und neue Bilder stelle ich meistens zeitnah ein.

Neue Artikel #1 – Oktoberveröffentlichungen

Geschrieben habe ich auch einiges, doch vieles davon ist noch nicht reif für die Veröffentlichung. Etwa 25 mehr oder minder vollendete Artikel warten auf den Feinschliff. Teils sind die Berichte praktisch fertig, die Mythen recherchiert, die Objekte beschrieben, aber leider noch nicht alle Bilder beisammen.

Drei Artikel habe ich bereits vor ein paar Wochen fertig gestellt und damals auch veröffentlicht. Es handelt sich um zwei Hintergrundberichte sowie die ausführliche Beschreibung des Sternbilds Steinbock. Ich hoffe, dass sie für Euch interessant sind. Ich habe mir zumindest Mühe gegeben alles fundiert und dennoch unterhaltsam zu schreiben.
(Zwei weitere Artikel kommen heute dazu, das steht allerdings weiter unten)

Sternbild Steinbock – Der mythische Ziegenfisch

Sternbild Steinbock - den mythischen Ziegenfisch finden, beobachten und fotografierenen - Anleitung, Tutorial, Tipps, TITELBILDDas Sternbild Steinbock ist eines der ältesten Sternbilder überhaupt und war über viele Jahrtausende als Ziegenfisch bekannt. Die ältesten Mythen stammen aus der Bronzezeit und über die Jahre wurden sie von Ägyptern und Griechen immer weiter verändert. So gibt es verschiedenste Versionen wie der Steinbock an den Himmel kam. Neben diesen wirklich spannenden Geschichten, die auch die Herkunft der Panflöte, des Teufels und der Panik umfasst, bietet das Sternbild auch noch einen wunderschönen Kugelsternhaufen. Von all dem berichte ich in diesem umfassenden Artikel.

 

Dunkelnebel – Schwarze Flecken im Sternenmeer

Sternhaufen - Funkelnde Juwelen am NachthimmelEin jeder, der bereits detaillierte Bilder der Milchstraße gesehen hat, kennt die „dunklen Flecken“. Stellen, an denen scheinbar keine Sterne stehen. Während wir einzelne Sterne in Gedanken mit Linien zu Sternbildern verbinden und ihnen Sagen und Mythen andichten, gab es einst in Südamerika Kulturen, die in den Dunkelwolken Figuren am Himmel sahen.

Dieser Artikel gibt Dir einen Einblick in die Kleinteiligkeit der Dunkelnebel und zeigt auf, dass Dunkelnebel auch als Tiere im Himmel gesehen werden können.

 

Sternhaufen – Funkelnde Juwelen am Nachthimmel

Sternhaufen - Funkelnde Juwelen am NachthimmelIm Gegensatz zu vielen anderen Deep-Sky-Objekten, sind Sternhaufen vergleichsweise leicht zu fotografieren und auch visuell sind einige von ihnen ohne Hilfsmittel zu erkennen. Dennoch werden sie etwas stiefmütterlich behandelt, da sie nicht mit bunten Farben oder filigranen Details beeindrucken. Dennoch sind sie wunderschöne Objekte, die mit ein wenig Hintergrundwissen nochmals spannender werden.
Der Artikel gibt Dir einen Überblick über die verschiedenen Sternhaufen, erklärt deren Entstehung und soll die Freude wecken, sich mit diesen Juwelen am Nachthimmel näher zu befassen.

 

Fotografieren

Ja- fotografieren war ich natürlich auch.
Das bringt mich zum jährlich wiederkehrenden Leid der Astrofotografen. In den letzen News freute ich mich noch auf wärmer werdene Nächte und vor allem auf das Erscheinen der Sommermilchstraße. Nun ist die längste Nacht bereits seit über drei Monaten vorüber und ich freue mich, dass es endlich wieder länger dunkel ist.
Es ist doch jedes Jahr dasselbe: Im Winter verflucht man die ewige Kälte und sehnt sich nach den lauen Sommermilchstraßennächten. Doch im Sommer stellt man wieder fest, wie unglaublich kurz diese Nächte doch sind und man kaum zum schauen und fotografieren kommt. Bei mir zumindest herrscht schon Vorfreude darauf wieder viele, viele Stunden am Stück fotografieren und den Himmel bestaunen zu können. Wenn da die Kälte nicht wäre…

Bei meinen Fotonächten im März, April und Mai sowie im „Astourlaub“ im August (der Juni fiel leider aufgrund des miesen Wetters fast vollkommen aus, ebenso der September) konnte ich jedoch einiges fotografieren, wenngleich auch viel zu vieles nicht gelang. Aber: „irgendwas ist ja immer“.

Neben einigen Einzelbildern bin ich am glücklichsten über drei Panoramen, die mir in diesen Monaten gelangen. Ich habe meine Technik verfeinert und bin nun wahrlich zufrieden mit den Ergebnissen. Es ist ein enormer Aufwand, aber die Details sind mir das in jedem Fall wert. Die drei hier gezeigten Panoramen sind nur Ausschnitte, denn es handelt sich eigentlich um volle 360°-Panoramen. Jedes Panorama besteht hierbei aus 110 bis 120 Einzelfotos, die jeweils über einen Zeitraum von rund zwei Stunden fotografiert wurden, gefolgt von einem langwierigen Entwicklungsprozess. GEnaueres findet sich in den dazugehörigen Facebook-Beitragäen (Hier und hier)
 
Drei Monate – drei Panoramen. von unten nach oben: März im Salzkammergut, April im Karwendel und Mai in Vorarlberg.

Ein zweites Foto auf das ich recht stolz bin ist dieser Ausschnitt eines eigentlich noch größeren Panormas.
Es besteht aktuell aus über 350 Feldern, von denen man links etwa 8 bis 12 sehen kann. Ich fotografiere an diesem Foto schon sehr viele Nächte seit über einem Jahr. Alle Aufnahmen entstehen dabei mit einer Canon 6D (ohne Astromod). Gestackt werden für jedes Feld 20*25 Sekunden. Die Aufnahmen laufen immer so nebenbei und irgendwann wird mal ein vollständiges Panorma des gesamten von Mitteleuropa sichtbaren Sternenhimmels entstehen, das eine enorme Detailtiefe aufweisen wird.
 

Ein paar weitere Fotos folgen nun in loser Reihenfolge.
(Leider muss ich die Auflösung für diese Internetseite immer stark verkleinern, um die Ladezeiten einigermaßen akzeptabel zu halten)

Internationale Raumstation ISS – Canon 7D – 6 Fotos während des Überflugs

Internationale Raumstation ISS – Canon 7D – Zufallsfoto während Zeitrafferaufnahme

Ein Einzelfoto mit einer 8 Jahre alten Canon 7D – erstaunlich was mit der alten Kamera möglich ist (starke Entwicklung in Photoshop):
 
Canon 7D – 14mm – 25 Sekunden

Ein Einzelfoto mit einer Canon 6D – annähernd unbearbeitet, einzig einige Regeler in Lightroom wurden „geschubst“. Die genauen Einstellungen sind in diesem Bild bei Facebook zu sehen:
 

Canon 7D – 35mm – 25 Sekunden

 

Objektivtod

Im Sommer hatte ich es mir in den Kopf gesetzt den Cocoon-Nebel zu fotografieren. Ich hatte es wieder und wieder versucht, immer kam etwas dazwischen (meistens Wolken). Nach mehreren erfolglosen Nächten schien dann Ende August in Zentralitalien endlich alles zu passen: Der Himmel war klar, die Montierung schnell eingenordet und die ersten Testbilder waren scharf. Doch dann brach das Unglück über mich, bzw. mein Lieblingsobjektiv herein.
Genauer habe ich es bei Facebook beschrieben.
 

Mitlerweile habe ich den Tod überwunden und ein neues Objektiv gekauft. Nicht dasselbe, aber ein hoffentlich ebnso spannenden Ersatz: Das Samyang 135 mm f2.0 in der VDSLR-Version.

 

Bildbesprechungen

Ich habe mir überlegt in loser Folge einzelne Fotos genauer zu besprechen. Ich vermute, dass es für einige Leser interessant sein könnte, eine kleine Hintergrundgeschichte zu dem jeweiligen Bild zu lesen und auch die genauen Einstellungen der verwendeten Kamera.
Ich hab‘ es mal mit einem Bild probehalber versucht, denke aber, dass diese Idee noch weiter ausgebaut werden sollte.
Was meint Ihr? Macht es Sinn Bilder einzeln vorzustellen? Und falls ja, welche Informationen würdet Ihr Euch wünschen? Schreibt es doch einfach in die Kommentare direkt unter das Bild.

 

Neue Artikel #2 – Dezember

Pünktliche mit diesen News erscheinen zwei weitere Artikel.
Der erste ist eine weitere Sternbildbeschreibung: Perseus, ein Sternbild, das Mitte November seinen Höchststand erreichte und in den folgenden Monaten gut in der ersten Nachthälfte gesehen und fotografiert werden kann.

 

Sternbild Perseus – Der große Held

Sternbild Perseus - Der große HeldPerseus – das ist der Prototyp des klassischen antiken Helden. Von göttlichem Blut und stattlicher Gestalt, erfolgreich im Kampf gegen Ungeheuer und glücklich in der Liebe.
Doch hat dieses Sternbild neben der Perseus-Sage eine ganze Menge mehr zu bieten: Neben dem allseits bekannten Sternschnuppenregen im August, den Perseiden, finden sich hier einige leicht zu erkennende Deep-Sky-Objekte, wie der Doppel-Sternhaufen h&chi Persei, ein spannender bedeckungsveränderlicher Stern, ein einfach zu fotografierender Emissionsnebel und ein wunderschöner planetarischer Nebel.

Dieser spannende und reich bebilderte Artikel berichtet von all dem.

 
 
Der zweite Artikel ist eine Ergänzung zu meinem Bericht „Geschenkideen für Sternenfreunde, Astrofotografen und Himmelsbegeisterte“, der vor genau einem Jahr erschien.
Der aktuelle Bericht ist wesentlich weniger umfangreich udn stellt vor allem neue Bücher vor, die mich im Laufe des Jahres begeistert haben.

Geschenktipps für Astronomen, Astrofotografen, Sternfreunde und andere Nachthimmel-Fans – EDITION 2017

Geschenktipps für Astronomen, Astrofotografen, Sternfreunde und andere Nachthimmel-Fans - EDITION 2017Geschenkideen für Astronomen, Astrofotografen, Sternfreunde und andere Nachthimmel-Fans – EDITION 2017
Eine Ergänzung zum Artikel des letzen Jahres mit vielen neuen Büchern und ein paar spannenden technischen Spielereien.

Jetzt lesen!

 

Schlusswort

Ich hoffe sehr in den nächsten Monaten viele lange (und leider auch kalte) Nächte unter einem sternenklaren Himmel verbringen zu können und dabei auch viele Bilder zu erstellen.
Ich hoffe Du hattest etwas Freude beim Lesen dieser News und schaust auch in den einen oder anderen Artikel.
Einen schönen und sternenreichen Dezember wünsche ich Dir!

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