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IFN ISM/Flux-Nebel / Materiewolken mit M81 und M82

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Diese Aufnahme ist Teil der Galerie 135 mm:
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Aufnahmedaten

Weitere BezeichnungenM81, M82, IFN
Sternbildgroße Bärin / Ursa major
Datum04. + 05. Februar 2019
OrtSalzkammergut – Österreich – 1340 müNN – 21,67 mag
KameraCanon 7Da (Crop / astromod)
OptikSamyang 135 mm
Montierung(uralte, schwarze) EQ5 (manuell, kein GoTo, kein Guiding)
Belichtungszeit502*120 Sekunden = 16h+44min
Weiteres?

M81 und M82 (ach ja: …und ganz viel Staub!)

Der späte Winter in der zweiten Nachthälfte und das frühe Frühjahr in der ersten Nachthälfte… Allgemein nennt man diese Phase im Jahreslauf auch die Galaxienzeit.
Warum?
Die besonders schönen Galaxien im Löwen, aber auch der Galaxienhaufen im Haar der Berenike stehen hoch oben am Himmel. Dasselbe gilt aber auch für die große Bärin (und somit den großen Wagen): Ebenfalls hoch oben im dunklen Zenit und somit ideal, um die Galaxien in diesem Feld zu fotografieren.
Galaxienzeit sagt man aber auch, da es während dieser Wochen kaum etwas anderes am Himmel gibt. Es ist der Zeitraum, der besonders arm an großflächigen bunten Nebelgebieten ist:
Der Winterhimmel (mit Orion und Co.) befindet sich im Untergehen, die Sommermilchstraße erst im Aufgang.

Das alles bedeutet aber auch: Hat man nur kurze Brennweiten (oder will die einfach nutzen) so gibt es nicht sehr viel:
Allenfalls der Nordamerika-Nebel im Schwan bietet sich an, wobei der auch sehr nah am Horizont steht.

Aber: Staubnebel kann man auch (und vor allem besonders gut) mit lichtstarken, weitwinkligen Objektiven fotografieren.
Und daher habe ich zwei Nächte Anfang Februar 2019 genutzt, um einfach mal auf den Nordhimmel zu halten:
M81 und M82 (die man meist von Fotos mit 750 mm und mehr kennt) sind hier nur Beiwerk; Das Ziel waren ganz klar die Staubwolken (cosmic cirrus, fälschlich auch IFN).

Ohne GoTo, ohne Platesolving ist es nicht unbedingt einfach, das Ziel am Himmel zu treffen. Vor allem dann, wenn es sich fast genau im Zenit befindet und man somit von unten mit verdrehtem Hals in den Kamerasucher blicken muss; Und noch weniger einfach ist es, in der nächsten Nacht dieselbe Region erneut und möglichst deckungsgleich einzustellen.
Aber hey: Es ist mir einigermaßen gelungen.

Und daher kann ich hier nun mein Bilder dieser grauen Staubwolken präsentieren. Knappe 17 Stunden sind es geworden und ja: Das Bild ist recht staubig – ungefähr so, wie ich es mir vorgestellt habe.


Anbei noch zwei weitere 135 mm Bilder, die ebenfalls etwas Staub zeigen:
1x fast dieselbe Region, wobei da das Ziel der Komet Atlas war und der Staub nur eine Nebenrolle spielt
1x ‘ganz in der Nähe’, nämlich rund um Polaris.

Beide Aufnahmen gibt es ausführlicher, größer und mit Aufnahmeparametern irgendwo hier in der 135 mm Galerie.

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