[CYG] Der Schwan im Januar

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Diese Aufnahme ist Teil der Galerie 135 mm:
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Aufnahmedaten

Weitere BezeichnungenNordamerikanebel, NGC 7000
SternbildSchwan / Cygnus
Datum23. Januar 2020
OrtSalzkammergut – Österreich – 1340 müNN – 21,75 mag
KameraCanon 7Da (Crop / astromod)
OptikSamyang 135 mm
Montierung(uralte, schwarze) EQ5 (manuell, kein GoTo, kein Guiding)
Belichtungszeit60*120 Sek. = 2h
Weiteres?

Ein Sommerobjekt im Hochwinter

Ich hatte im vergangenen Sommer 2019 des Öfteren in der Region des Sternbilds Schwan fotografiert; allerdings nicht mit 135 mm, sondern meist mit kürzeren Brennweiten (siehe Bilder unten im Anhang.)
Als richtig guter Grund es nun zu Neumond im Januar, mitten im Winter zu machen, kann das allerdings nicht gelten. Aber immerhin als eine schlechte Erklärung. (Die natürlich nicht stimmt.)

Tatsächlich war es so, dass es mich einerseits reizte, mitten im Winter ein Sommersternbild zu fotografieren, das gerade so über den Horizont stieg. Andererseits waren mir auch ein bisschen die Ideen ausgegangen, nachdem ich bereits 4 kalte Nächte in den verschneiten Alpen zugebracht hatte. Denn mit so vielen Stunden bester Himmelsbedingungen hatte ich nicht gerechnet. (Ja, manchmal hat man auch Glück.)

Hinzu kommt, dass es im Morgengrauen im Januar schlichtweg nicht besonders viel mit 135 mm zu fotografieren gibt:
Die Sternbilder des Winters sind längst untergegangen, der Löwe steht hoch oben am Himmel, Cassiopeia und Kepheus nähern sich ihrer untern Kulmination (dem maximalen Tiefstpunkt ihres Laufes)… Es gibt einfach kein großes und leuchtstarkes Objekt für 135 mm Brennweite – zumindest fiel mir nichts ein und die sanften ISM-Strukturen rund um Polaris hatte ich die letzten drei Nächte schon in den Morgenstunden fotografiert.

So kam es dann, dass ich im Januar den Nordamerikanebel fotografierte. Die Bildkomposition ist (obwohl ohne GoTo) kein ‚Unfall‘: Ich habe die Hauptnebel absichtlich in die Ecke gesetzt, in der Hoffnung, dass im restlichen Bildbereich evtl. eine kleine aber feine Struktur auftauchen würde oder ein winziges Sharpless-Objekt.

Letztendlich bin ich froh, es versucht zu haben. Denn das zeigt, dass es tatsächlich möglich ist den Schwan im Januar recht ansprechend zu fotografieren. Angesichts des horizontnahen Stands und der nur 2 Stunden Belichtungszeit ein durchaus mehr als nettes Ergebnis.


Neben dem eigentlichen 135 mm Bild, inkl. den (wenigen) Objektbezeichnungen, finden sich hier noch zwei Aufnahmen aus dem Sommer 2019. Beide mit nur 50 mm fotografiert und beide ein gutes Beispiel, dass auch so eine einfache Portraitlinse durchaus spannende Einblicke gewähren kann.
Vor allem die zweite Aufnahme, in der die Milchstraße eher ungewohnt im rechten Bereich ist, zeigt doch schon sehr schön, den starken Kontrast zwischen diesem vielgestaltigen Band und dem scheinbar endlosen Sternenmeer daneben.

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