Im Zentrum der Milchstraße

Dieses Bild samt Text veröffentlichte ich zunächst bei Facebook (meine Seite).
Dort unter der Überschrift: „Glaub an Dich!“

Hier kannst Du das Bild im Vollbild betrachten.

Freunde der Nacht,
ich zeige Euch hier ein Bild, das für mich einerseits nichts besonderes ist und andererseits etwas ganz besonderes.
Dieses Bild schreit darüber hinaus ganz laut und deutlich:
„Das kannst auch Du!“

Was meine ich damit?
Also:

1. „nichts besonderes“.
Ich hab‘ dieses Foto ohne großen Antrieb gemacht, habe mir nichts erwartet und mir keine Mühe gegeben.
Tatsächlich war es so, dass mein ganzes Equipment bereits arbeitete und ich mir spontan dachte: „Ach, Du hast doch noch die nicht modifizierte Kamera rumliegen, die kannst Du doch mal wieder einfach nur zum Spaß auf so einen kleinen Astrotracker setzen. Warum nicht?“

Genau das habe ich auch gemacht.
Kamera, Objektiv drauf, Fernauslöser eingesteckt, einfaches Stativ, schnell eingenordet (nicht mal sonderlich gut) und losgeknipst.

2. “etwas ganz besonderes“
Ich habe die fotografierten Daten lange nicht bearbeitet. Sie lagen jetzt über einen Monat ungenutzt herum; es waren ja keine wichtigen Aufnahmen.
Beim Entwickeln habe ich auch nur so das Standard-Prozedere durchgeführt. Ist ne Sache von gefühlt 5 bis 10 Minuten.

Als das Bild fertig war, habe ich es, auf ‚Vollbild‘ angeschaut: „Schön, nette Aufnahme.“
Dann bin ich aufgestanden, um in die Küche zu gehen. („Du sollst immer genug Wasser trinken 😉 )
Als ich zurück kam, sah ich das Bild von weiter weg am Monitor.
Und da fiel mir auf:

„Du hast Dir Deinen Traum erfüllt!
Weißt Du noch damals vor ein paar Jahren? Da hast Du genau von solchen Bildern geträumt. Damals hat Du zu Dir gesagt: Wie geht das nur? Wie macht man sowas?
Weißt Du noch, wie Du solche Bilder gesehen hast und Dir dachtest: Wenn ich das nur auch könnte…“

Ja – in genau diesem einen Moment fiel mir auf: „Ich habe meinen Traum von damals erreicht“.
Und genau darum ist dieses für mich heute so simple Bild etwas ganz besonderes.
Es hat mir zwei Dinge deutlich gezeigt:

  1. Es lohnt sich weiterzumachen, zu seinem Traum zu streben, zu arbeiten, zu forschen, zu probieren, vielleicht auch zu kämpfen. Weiter den Traum am Leben zu halten.
  2. Es ist ungemein wichtig auch zu erkennen, dass man den Traum erreicht hat.
    Auch wenn man schon wieder neue Ziele, neue Träume hat, so ist es wertvoll diesen einem Moment kurz innezuhalten und zu erkennen: „Yeah – ich habe es tatsächlich erreicht. Ich habe das geschafft, was mir einst wie ein ferner kaum erreichbarer Traum erschien.“

Vielleicht ist das für Dich nachvollziehbar?

Vielleicht bist Du auch eine/r von denen, die heute mein Bild ansehen und zu sich selbst sagen: „Ach könnte ich nur….?“

Wenn Du an diesem Punkt bist, so möchte dieses Bild Dir zurufen:
„Schau, ich bin der Beweis, dass es geht! – Glaub an Dich und mach weiter!“

Damit möchte ich Dich, liebe Leserin, lieber Leser, angehender Sternenfotograf entlassen und hoffe, dass dies Dich motiviert.
Denn solche Bilder sind machbar – ich denke für jeden.
Technisch steckt da nicht allzuviel drin:

DATA:

Skorpion und Milchstraße waren sehr nah am Horizont und es herrschte eine deutliche Lichtverschmutzung.

(Übrigens: Je genauer man hinschaut, desto mehr Fehler kann man in dem Bild entdecken – wie in fast jedem. Aber man kann es auch einfach auf sich wirken lassen und die Schönheit unseres Nachthimmels bestaunen.
Willst Du doch Fehler suchen: Im ersten Kommentar gibts den Link zu einer größeren Version.)

Also:
Ich hoffe, Du fühlst Dich motiviert: Bald ist wieder Neumond (und ‚bald‘ ist jeden Monat 😉 )
Wenn Du magst, dann schau Dich gerne hier auf der Seite weiter um. Vieles (aber nicht alles) findet sich über die Sitemap.
Ein guter und übersichtlicher Einstieg in die etwas tiefere Astrofotografie findet sich im Artikel „Deep-Sky-Fotografie ohne Teleskop“
Wenn Du erfahren willst, wie sich meine Astrofoto-Nächte anfühlen, wenn Du mich (in Deiner Fantasie) auf eine Reise raus in die Nacht unter einen grandiosen Sternenhimmel begleiten möchtest, so lege ich Dir meine Beobachtungs- und Fotoberichte ans Herz.
Beispielsweise diesen vom Herbst 2019 oder auch diesen aus dem Winter 2019. Unter NEWS finden sich eine ganze Menge dieser Berichte, die alle reich bebildert sind und von einfachen Astro-Landschaftsfotos bis zu Deep-Sky-Aufnahmen alles abdecken. In den Berichten findet sich meine ganze Leidenschaft für das Hobby.

Viel Spaß beim Lesen und noch viel mehr Freude beim selber fotografieren wünsche ich Dir!

Ein Gedanke zu „Im Zentrum der Milchstraße

  1. Hallo

    Herzlichen Dank für die vielen Tipps und Anregungen. Deine Seite ist die deutschsprachige Referenz bei Fragen zur Astrofotografie. Toll, wie Du uns Anfänger mitnimmst und motivierst. Eine Frage habe ich aber doch.

    Wie macht man dass bei einem Panorama mit Vordergrund, welches nachgeführt wird und aus mehreren Zeilen besteht? Der Vordergrund wird unscharf.
    Habe eine APSC Kamera und möchte mit 35mm ein Panorama machen. Bei langer Belichtung habe ich Probleme beim zusammenfügen. Ist evtl. Das Ausrichten des Stativs entscheidended?

    Wie gesagt, super tolle Homepage!
    Tolle Bilder!
    Grüsse
    Rolf

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