Wie schnell so ein Jahr doch vergeht…
…doch gleichzeitig erscheint es im Rückblick vielfältig und ereignisreich.

(Mein) astrofotografischer Jahresrückblick in vielleicht 4 Teilen
(es sind letztendlich 6 Teile geworden)

TEIL 4,5

Dezember

Bittere Kälte und der Komet




Der Dezember hatte am Nachthimmel einiges zu bieten:
Zunächst war das der jährlich an den Tagen um den 14. wiederkehrende Geminiden-Meteorschauer. Dieses Jahr fast ideal: kurz nach Neumond. Meiner Meinung nach der schönste Sternschnuppenregen, wesentlich beeindruckender als die weitaus bekannteren Perseiden im August.
Hinzu kam aber als besonderes Highlight der enorm helle und scheinbar sehr große Komet 46P/Wirtanen. Dieser würde voraussichtlich bis in den Januar hinein zu sehen sein, aber ideale Bedingungen waren ebenfalls für Mitte Dezember berechnet worden.
Somit gab es zwei sehr gute Gründe, in den langen und kühlen Dezembernächten zu fotografieren.

Darüber hinaus hatte der Dezemberhimmel jedoch noch etwas zu bieten, das wesentlich weniger schön war: Wolken, Wolken und noch mehr Wolken.
Es wurde schon gemutmaßt, der Name des Kometen (Wirtanen) hätte seine eigentliche Bedeutung in seiner Unsichtbarkeit hinter den Wolken: „Wir tarnen uns“.

Während die Bedeckung in manchen Teilen Deutschlands in einigen Nächten zumindest stundenweise auflockerte und somit im Netz die ersten Bilder des Kometen auftauchten, war Süddeutschland und ein Großteil der Alpenregion unter einer dicken dauerhaften Wolkendecke gefangen. Und das praktisch seit Anfang Dezember.
Da ich mir die beiden Highlights nicht entgehen lassen wollte, war ich regelmäßiger Gast bei Webcams und Wetterdiensten, die jedoch in der ersten Dezemberwoche die Vorhersagegenauigkeit mit „eher gering“ angaben. Ich musste also mal wieder auf mein Glück hoffen und spontan entscheiden.

Ich traf die Entscheidung dann bereits Sonntagabend, den 09.12. Es sollte am Dienstag nach Vorarlberg gehen, denn das schien die einzige Region zu sein, in der für wenigstens eine, vielleicht sogar 3 Nächte gute Bedingungen herrschen würden. Absolut perfekt musste es nicht mal sein, auch letztes Jahr hatte ich ein tolles Foto der Geminiden zwischen Wolkenlücken hinbekommen.

Etwas Bauchschmerzen bereitete mir meine Ortswahl schon: Der Bregenzerwald gilt als die schneereichste Region der Alpen und das traf auch dieses Jahr wohl wieder zu: Die Wolken, die im Flachland nur Regen und einige Schneeschauer mit sich gebracht hatten, hatten dort oben eine ansehnliche Schneedecke wachsen lassen.

So zeigten die Webcams am Montagabend immer noch starken Schneefall und auch Dienstagfrüh sah das kleine Stück Straße, das auf einer der Webcams zu sehen war, nicht sehr einladend aus.
Ich war nicht sicher, ob ich mit meinem großen und schweren Bus überhaupt zu meinem Ziel gelangen könnte.
An sich werden die Straßen dort zwar für die Wintergäste gut vorbereitet, aber direkt nach tagelangem Schneefall ist das natürlich nicht sofort und überall möglich.
Der österreichische Automobilclub gab dann auch an, dass auf meiner normalen Route Schneekettenpflicht für LKW herrsche. Ich bin zwar kein LKW, aber doch ähnlich groß und schwer. (also natürlich nicht ich, das wäre ja was, sondern mein fahrbarer Untersatz)
Aus all dem schlussfolgerte ich, dass es erstens gut möglich sein könnte, dass ich mir einen anderen, flacher gelegenen Standort suchen müsste und ich zweitens entschied ich eine andere längere, aber sicherere Route für die Anfahrt zu wählen.

Dienstag,ittag um Punkt 13 Uhr ging es dann los. Zuvor musste ich jedoch noch schnell eine Stirnlampe kaufen, da ich mein Luxusmodell bei meinem letzten Aufenthalt im Salzkammergut vergessen hatte. (Immerhin weiß ich jetzt, dass der höhere Preis gerechtfertigt ist, denn das Ersatzgerät funktionierte zwar, aber nur eingeschränkt und wesentlich schlechter).

Die Fahrt verlief bis zum Fuß der Berge gut und ich war entspannt. Doch sobald es bergan ging, stieg meine Anspannung. Würde ich mein Ziel erreichen? Wie würden die Straßenverhältnisse sein? Würde ich gar irgendwo auf einer serpentinenreichen Bergstraße wenden müssen?
Die 25 km kamen mir ewig vor, wenngleich die ersten 20 wunderbar zu fahren waren: Sauberer Asphalt. Offenbar wurde hier Salz gestreut.
Das letzte Stück meines Weges war dann nicht mehr ganz so angenehm, aber letztendlich doch problemlos zu befahren.
Meine Sorgen waren unbegründet, aber nicht ohne Grund. Letztes Jahr im Dezember war ich auf einer Bergstraße im Dunkeln in einer Kurve plötzlich nicht mehr weiter gekommen, was in einem zwar ungefährlichen, aber nicht sehr spaßigen Wendemanöver gegipfelt hatte und mich zwang, die Geminiden im Tal zu fotografieren.

Gerade noch rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit erreichte ich mein Ziel, das in diesem Jahr schon so oft mein Zuhause für einige Nächte gewesen war, u.a. in einer unfassbar kalten Witnernacht im Januar und während der fantastischen Perseidennächte im August.
Doch ich hatte Pech: Der Schneefall der letzten Tage war so massiv gewesen, dass die Räumfahrzeuge sich offenbar auf die Straßen beschränkt hatten und mein anvisierter Stellplatz von über einem Meter hoch zusammengeschobenem Schnee bedeckt war. Mist!
Nun war ich etwas aufgeschmissen:
Wieder hinabfahren war keine Option, denn jetzt war es dunkel und Sicherheit geht vor. Mir blieb also nichts übrig als irgendwo im nächsten Dorf einen Stellplatz für die Nacht zu finden.

Den fand ich dann zwar nach einiger Suche, aber mehr als ein Stellplatz war das nicht: Straßenlaternen, ein hell erleuchteter Tannenbaum und vorbeifahrende Autos machten es nicht gerade idyllisch und noch weniger geeignet für die Astrofotografie.
Eine Kamera wollte ich allerdings trotzdem nach draußen stellen.
Nach einem Kaffee entdeckte ich jedoch: Wolken! Tja – da hatte sich der Wetterbericht wohl getäuscht und ich mal wieder Pech gehabt.
So richtig frustriert war ich aber nicht. Der Standort war eh nicht gut, ich war müde und die -9° um 21 Uhr machten auch keine Lust noch eine Kamera aufzustellen.
Der nächste Tag und vor allem die nächste Nacht würden perfekte Bedingungen bieten und bis dahin hatte ich bei Sonnenlicht ausreichend Zeit, einen guten Aussichts- und Fotopunkt zu finden.

Immerhin hatte ich es warm, eine hervorragende Internetverbindung und ein spannendes Buch.
So kuschelte ich mich in mein Bett und schlief relativ früh ein.

Nacht 2

Als ich erwachte, war es noch dunkel. Ob sich die Wolken wohl bereits verzogen hatten? Keine Ahnung, denn meine Scheiben waren vereist und raus wollte ich nicht.
Als ich um 11 Uhr das zweite Mal erwachte, erwartete mich ein perfekter strahlend blauer Winterhimmel über leuchtend weißen Berghängen. Wo war gleich nochmal meine Sonnenbrille?

 
So ein strahlend blauber Himmel über verschneiten Bergen erwartete mich. Das Foto entstand jedoch erst am Mittag, zwei Stunden später.
 

Nach Kaffee und Frühstück machte ich mich auf, um einen Platz für die kommende Nacht zu finden.
Mein Plan war zuerst nochmals zu meinem eigentlichen Standort zu fahren, denn evtl. hatte der Winterdienst ihn mittlerweile freigeräumt. Sollte das nicht so sein, würde ich eben einfach „rumfahren“ und gewiss irgendwo ein hübsches Plätzchen finden.

Mein gewünschter Fotoort war natürlich immer noch von Schneemassen bedeckt, aber ein paar Km weiter hatte ich Glück:
Kurz vor der Schranke, die die Passstraße über den Winter hinweg sperrt, gibt es ein Gasthaus mit Parkplätzen „nur für Gäste“.
Wie dunkel es dort in der Nacht bzw. vor allem am Abend wirklich sein würde, konnte ich natürlich nicht abschätzen. Aber des Ausblick war fantastisch. Ich wollte ich gerne bleiben.
Ich ging also in das Gasthaus, fragte mich durch: „Soagts amoi, habt’s Ihr da auch an Chef do?“ und erklärte ihm mein Ansinnen: „Du, dearf ich heit Nocht ganz am Ende vo Deinem Poarkplootz stehn bleibn? Ich möchat an Kometn fotografiearn.“
Er schaute etwas verwundert drein, ob meines vollständig verrückten Ansinnens gerade hier, mitten in der Nacht, im tiefsten Winter und bei klirrendem Frost zu fotografieren und fragte nach: „Nur heit Nocht?“ und erklärte mir, dass er Wohnmobile nicht sehr gerne bei sich hätte, da er „ois megliche“ erlebt habe. Aber: „Na guad, stellst Dich hoit ganz ans End‘, passt dann scho für oane Nocht“.

Somit war die Standortwahl bereits um 13 Uhr gefallen und ich würde hoffentlich einen gemütlichen Nachmittag erleben, bevor es dann um 17 Uhr ans Aufbauen der Gerätschaften gehen würde.
Ich ging also erst mal ein wenig spazieren, um die Gegend zu erkunden. Die frisch verschneiten, unberührten Berghänge und der strahlend-blaue Winterhimmel gaben ein wahres Postkartenmotiv ab.

 
Mein Standort für die Nacht
 

Dass es zum kürzesten Tag des Jahres nur noch 9 Tage hin waren, wurde schnell deutlich. Bereits um 16 Uhr war die Sonne hinter den Bergen verschwunden und es wurde rasch merklich dunkler.
Doch nicht nur das Tageslicht schwand, es wurde auch langsam kühl. Wobei kühl sich noch nett anhört. -9,3° um 16:50 Uhr, gemessen direkt an der Außenwand meines beheizten Busses, ließen eine kalte Nacht erwarten bzw. befürchten.

 
Früh geht die Sonne unter – Die Mondsichel steht noch am Himmel
 

So langsam wurde es Zeit, warme Kleidung anzuziehen und die Gerätschaften vorzubereiten. Der Beginn der dunklen Nacht war um 18:21 Uhr, doch der Nordstern würde schon einige Zeit früher sichtbar werden.
Der Sichelmond sollte 4 Tage nach Neumond zwar erst um 21:19 Uhr hinter dem wahren Horizont verschwinden, aber hier oben in den Bergen würde er bedeutend früher untergehen. Auch war seine Strahlkraft noch so gering, dass ich ihn einfach vernachlässigte bzw. als ein hübsches Zusatzelement wahrnahm.

Glücklich war ich über die Kälte nicht. Die vielen Kleidungsschichten (wie hier beschrieben) würden mich, zusammen mit Heizpads gegen die grimmige Kälte schützen. Und Objektivheizungen würden die Linsen meiner Kameras eisfrei halten.
Die einzigen Punkte, die mich etwas grübeln ließen waren die Ausdauer der Akkus, die bei Kälte deutlich gemindert ist und die Sorge, dass ich evtl. mitten in der Nacht etwas umbauen müsste, wofür ich ohne Handschuhe an kaltem Metall hantieren müsste.
Zuletzt blieb noch die Frage, ob die Temperaturen das Fett der mechanischen Bauteile erstarren lassen würden.
Ein harter Test stand allen bevor…

Als ich um 17:20 Uhr die Tür zu meinem Bus öffnete, erwartete mich erst eine und dann etwa später eine zweite Überraschung. Und beide waren nicht derart, wie man sich Überraschungen wünscht.

Die erste war ein Flutscheinwerfer, der von der mittlerweile verlassenen Gaststätte (laut Wirt noch nicht im Winterbetrieb) den Parkplatz erleuchtete. Na ganz super, das war ja noch schlimmer als die Straßenlaternen der letzten Nacht. Und der Wirt war natürlich längst über alle, hier nicht nur sprichwörtlichen, Berge.
Na gut, das würde sich zumindest teilweise handhaben lassen. So musste ich eben die Montierungen, die die Kameras für tiefe Einblicke in den Himmel tragen sollten, in den Schatten meines Busses stellen. Es blieb immer noch ausreichend freier Himmel und die Kameras würden dennoch nicht geblendet werden.
Um die Kameras, die mit Weitwinkellinsen den Zug des Sternbilds Zwillinge mit den von dort kommenden Geminiden-Sternschnuppen verfolgen sollten, machte ich mir mehr Gedanken. Seitlich einfallendes Licht würde unweigerlich zu hässlichen Reflexionen führen.

Wenige Zeit später dann die nächste Überraschung. Ich hatte mich in meiner Freude über den guten Standort wohl blenden lassen und die Himmelsrichtungen falsch eingeschätzt. Die freie Sicht nach Süden an meinem Stammplatz hatte mich getäuscht und ich war automatisch davon ausgegangen, dass ich hier in dieselbe Richtung blickte. Als ich die Plejaden aufgehen sah, erkannte ich, dass sie nicht wie vermutet über dem freien Bereich zwischen den höchsten Bergen aufgingen, sondern viel weiter links hinter den Bäumen. Und in dieser Richtung stand das einzige Haus weit und breit und von diesem strahlte ein helles Flutlicht direkt auf mich herab.

Das hatte zunächst zur Folge, dass ich den Kometen erst ein paar Stunden später würde fotografieren können; kein großes Problem.
Dies bedeutete aber auch und das war ein großes Problem, dass ich mir für die Weitwinkelkameras einen komplett neuen Standort suchen musste. Hier würde ich die Geminiden erst ab ca. Mitternacht erwischen, was mir eindeutig zu spät erschien.

Mit diesen Gedanken kochte ich mir jedoch zunächst etwas zu essen. Gestärkt würde ich bestimmt eine Lösung finden.
Um 18:20 Uhr verließ ich erneut den Bus, jetzt hatte es bereits -10,4°.

Für die erste Weitwinkelkamera fand ich schnell einen passablen Standort: Die Terrasse des verlassenen Gasthofs bot einen guten Blick: Im Vordergrund ein malerischer Berggipfel und von links hereinziehend bereits jetzt das Sternbild Stier, dem später dann der Orion und die Zwillinge folgen würden.

 
Der Ausblick der ersten Zeitrafferkamera – Canon 6D + 14 mm (cropped)
 

Als nächstes war der Star Adventurer an der Reihe. Er sollte die Kombination aus Canon 550Da und Canon 200 mm tragen, mit der ich den Kometen fotografieren wollte.
Zunächst zeigte er aber nur ein wildes Blinksignal, das möglicherweise auf schwache Akkus hindeutete; der Wechsel dieser stoppte jedenfalls das Blinken. Dennoch konnte ich keine 30 Sekunden lang belichten. Der Komet war bereits beim ersten Versuch deutlich zu sehen, aber als langer grüner Strich.
Nach einem wärmenden Kaffee begann die Ursachenforschung. Ein Unterfangen das in Dunkelheit und bitterer Kälte enorme Freude auslöste!
Auf eine korrekte Gewichtsverteilung hatte ich eigentlich geachtet. Die Kälte sollte auch kein Problem darstellen, es war ja nicht das erste Mal; der Star Adventurer packt das schon. Der Kugelkopf war festgeklemmt, die Kamera saß fest auf ihrer Wechselplatte und eingenordet hatte ich selbstverständlich auch sehr gut, wobei das bei nur 30 Sekunden Belichtungszeit so oder so nicht ins Gewicht fallen sollte.

Als ich gerade anfing, alles zu überprüfen, kam völlig unerwartet der Wirt zurück, was einen kleinen Schrecken verursache, da er heute Nachmittag nicht so enorm glücklich gewesen war und ich nun eine Kamera auf seiner Terrasse stehen hatte. Ich entschuldigte mich, aber er war offenbar gut drauf und meinte: „Kannst Du ruhig stehen lassen, mich stört die nicht.“
Auf Nachfrage schaltete er dann sogar noch das Flutlicht aus, was meine ganze Situation deutlich verbesserte.

Die Überprüfung des Star Adventurers erbrachte: Nichts. Eine komplette Neuausrichtung zeigte keinerlei Veränderung. Das letzte, was mir noch blieb, wenngleich auch nur eine schwache Hoffnung, waren Akkus, die noch im Ladegerät steckten und bald frisch und „noch warm“ testweise eingesetzt werden sollten.
Zunächst wandte ich mich jedoch der alten EQ5 zu, auf der zwei Canon 7Da mit jeweils 135 mm fotografieren sollten. Da sie, so alles funktionieren würde, 8 Stunden oder gar länger Licht sammeln könnten, entschied ich, eine auf den ersten Blick unspektakuläre Region oberhalb des Stierkopfes zu fotografieren. Dort erhoffte ich mir die für mich besonders spannenden Dunkelnebel bzw. interstellare Materiestrukturen, die wie vom Winde verweht wirken. Ich hatte kein Vergleichsbild, sondern nur das Gefühl, dass diese Region interessant sein könnte. Die Aussicht auf 2x 8 Stunden Belichtungszeit ließ mich hoffen, dort etwas spannendes zum Vorschein zu bringen.
Ehrlich gesagt hätte ich viel lieber weiterhin im Kepheus fotografiert, aber der stand hier zu ungünstig und würde auch am idealen Standort nicht mehr die ganze Nacht sichtbar sein.
Der Stier hingegen würde auch im Januar bei meiner nächsten geplanten Expedition hoch am Himmel stehen, sodass ich dieselbe Region ggf. eine zweite Nacht lang fotografieren würde können.

 
Ein Teil meiner Gerätschaften am sommerlichen Strand in der Kälte der Nacht
 

Nachdem der Star Adventurer, zumindest vorerst nicht so wollte wie er sollte, lief wenigstens die EQ5 auf Anhieb.
Die ersten Testbilder zeigten erstaunlich wenig Sterne, was mich im ersten Moment befürchten ließ, dass unsichtbare Schleierwolken aufgezogen waren oder sich bereits jetzt eine Eisschicht auf den Linsen gebildet hatte; denn die Objektivheizung wollte ich erst nach erfolgreichen Testschüssen anbringen.
Da die Objektive aber eisfrei waren und weitere Testbilder keinerlei Veränderung zeigten, wie sie für Wolken typisch gewesen wäre, schaute ich nochmals genauer hin. Und siehe da, das, was ich aufgrund vermeintlicher von Wolken oder Eisbildung, für verdeckte Sterne gehalten hatte, waren tatsächlich verdeckte Sterne. Aber die Ursache waren vollkommen andere Wolken: Dunkelwolken in den Tiefen des Alls. Ich hatte also die richtige Region ausgewählt.

Mittlerweile war es 20:45 Uhr geworden und Zeit für einen weiteren Kaffee, danach würde ich mich wieder dem dämlichen Star Adventurer zuwenden.
Einen kleinen Trost hatte ich: Der Komet Wirtanen war einfach aufzufinden, zog er doch in dieser Nacht direkt neben 1Tau und 2Tau vorbei, die beide sowohl mit bloßem Auge als auch durch den Sucher der Kamera zu sehen waren. Ehrlich gesagt hatte ich auch das Gefühl, den Kometen selber zu sehen, möglicherweise war das undeutliche Glimmen aber auch nur ein schwacher Stern.

Theoretisch hatte ich ja noch die CEM25p mit dem 600 mm Newton-Teleskop dabei, jedoch angesichts der Kälte keine Lust sie aufzubauen. Vor allem das Abbauen völlig übermüdet im Morgengrauen schreckte mich ab.
Aber zur Not war die Montierung noch eine Alternative für Wirtanen.

Die neuen Batterien brachten den Erfolg. Um 21:18 Uhr konnte ich das erste scharfe Bild des grün-bläulich scheinenden Kometen machen.

 
Der Komet 46P/Wirtanen – Einzelbild, 30 Sekunden, 200 mm
 

Als letztes stand noch eine zweite Weitwinkelkamera bereit, die ebenfalls die Geminiden fotografieren sollte. Während ich mit dem Aufbauen der ersten Gerätschaften beschäftigt war, hatte ich nicht viel Zeit gehabt, den Himmel ausführlich zu betrachten. Dennoch hatte ich drei riesige Meteore gesehen und einer war sogar mitten durch den Sucher der Kamera beim Einrichten auf die Region im Stier geflogen.
Meine Hoffnung in dieser Nacht, zwei Nächte vor dem eigentlichen Höhepunkt ein paar Geminiden zu erwischen, war also nicht unbegründet.
(Letztendlich waren es jedoch in Anbetracht der guten Bedingungen und der langen Zeit nur sehr wenige Sternschnuppen; In anderen Jahren hatte ich da in kürzerer Zeit wesentlich mehr erwischt.)
Diese letzte Kamera sollte etwas abseits stehen, wo sie einen besseren Blick zum Nachthimmel hatte.
Ich zog noch eine weitere Jacke an und machte mich auf die kleine Wanderung.

 
Auf dem Weg zum Standplatz der zweiten Kamera: Ein scheller Panorama-Schnappschuss. Links ist Orion aufgegangen und rechts ist der Schwan im Untergehen begriffen
 

Nach einigen Fotos, die ich unterwegs machte und dem Versuch, ein paar Aufnahmen mit dem Camcorder zu erstellen (oh Wunder, es funktionierte und der winzige nicht mal briefmarkengroße CropCropCrop-Sensor schaffte es sogar, den Orionnebel zu filmen), fand ich einen schönen Platz für die letzte Kamera. Dort, inmitten eines Schneefeldes knapp unterhalb der Straße, hatte sie einen wunderbaren Ausblick. Ich richtete sie so aus, dass nur ein kleiner Teil des Horizonts mit im Bildfeld war, dafür umso mehr Himmel. Ich entschied, die zentrale Wintermilchstraße mit Orion leicht links von der Mitte zu platzieren, sodass die Zwillinge am linken Bildschirmrand ihren Platz fanden. Der Gedanke dabei war, dass sie nun in den nächsten Stunden mitten durch mein Bildfeld wandern würden und somit dauerhaft sichtbar sein würden.
Ich hatte zwar überlegt, die Kamera auf eine Nachführung zu setzten, was das nachträgliche Vereinigen der einzelnen Sternschnuppen deutlich erleichtert hätte, entschied mich aber dagegen.

 

Um 22:45 Uhr war ich zurück im Bus das Thermometer zeigte -11,6° und ich kochte mir (nein diesmal nicht Kaffee) einen Tee.
Kurz darauf war es Zeit, die Akkus der beiden 7D und der ersten Weitwinkel-Kamera zu wechseln. Die Kälte machte ihnen ganz schön zu schaffen, nach 4 bzw. 5 Stunden ging ihre Kraft zur Neige. Ich hatte jedoch ausreichend Ersatz dabei, sodass das kein Problem darstellte. Auch konnte ich die „verbrauchten“ Akkus im Bus aufladen.
Dabei fiel mir auf, dass die Heizung ausgegangen war. Ein Blick auf den Batteriemonitor und das Steuergerät der Heizung machte klar: Zu wenig Power!
Meine Solaranlage ist einfach nicht für kurze Wintertage ausgelegt und der Verbrauch des Vortages wird in den wenigen Stunden während derer die Sonne auf das Fahrzeug scheint (und das im Winter auch noch in einem sehr flachen Winkel) nicht mehr ausgeglichen.
Für das Laden der Akkus war ausreichend Strom vorhanden, aber nicht mehr für die Heizung. Aktuell waren es im Innenraum noch 14,4°, aber mir stand eine etwas kühle Nacht bevor. Das war klar.
Von nun ab war es wichtig, die Schiebetür nur noch so selten wie möglich zu öffnen, was aber bald notwendig sein würde, denn die „Kometenkamera“ würde ebenfalls einen neuen Akku benötigen.

Ach ja – solche frostigen Winternächte bieten doch immer ausreichend Abwechslung – nicht das schlechteste, wenn man in den Bergen ohne Telephon- und Internet(z) steht.

Um 23:45 Uhr (Außentemperatur -11,8°, Innentemperatur +11,3°) entschied ich, meine „Teleskop-Kamera“ auch noch zu nutzen. Das Teleskop kam zwar nicht zum Einsatz, aber ich hatte ja noch die kleine Vixen Polarie. Auf dieser sollte die Kamera mit 35 mm genau auf Castor und Pollux zielen, denn dort würden die Geminiden herkommen.
Dieser scheinbare Ursprungspunkt, der Radiant, ist allerdings nicht der Ort am Himmel, an dem man die meisten Schnuppen erwarten darf. Es ist vielmehr so, dass sie an diesem Ort zu starten scheinen, bevor sie mehr oder weniger weit über den Himmel fliegen. Sie sind daher auch in gänzlich gegensätzlicher Richtung zu sehen.
Aber dies ist zunächst mal eine Behauptung. Wie wenige oder doch viele der Meteore ich direkt am Radianten mit nur 35 mm erwischen würde, wollte ich nun in der Praxis herausfinden. Zwei 14 mm Kameras hatte ich ja bereits draußen, die mir sicherlich mit dem weiten Bildfeld diverse Schnuppen fangen und gleichzeitig auch einen Vergleich ermöglichen würden.

Ab jetzt hieß es erst mal warten. Alle Kameras liefen, alle Akkus waren für die zumindest nächsten drei Stunden funktionstüchtig und die Nachführungen (SA, EQ5 und Vixen Polarie) arbeiteten trotz der Kälte tadellos. Um 3 Uhr wollte ich wieder, die Taschen voller Akkus und Speicherkarten, losziehen und meine Kameras vor der Tür bzw. auf der Gasthofterrasse und im Schneefeld besuchen gehen.

 
Verschiedene sanfte dunkle und helle Nebelgebiete intersellarer Materiewolken – 135 mm
 

Die Außentemperatur fiel jetzt nur noch langsam, die im Innenraum dafür umso schneller. Um 23:50 Uhrwaren es noch 10,5°, um 00:15 Uhr noch 8,7° um 00:20 Uhr noch 7,8° und um 1:05 Uhr nur noch 5,6°… Wenn das so weiter ging, war es spätestens um 3 Uhr auch im Innenraum frostig und es gab nichts, was ich dagegen unternehmen konnte. Mein warmer Atem kondensierte schon jetzt an der Luft.
Mir wurde klar, dass mein Bus zwar schon gut, aber längst nicht vollständig isoliert war. Über die wenigen Stellen, an denen zwischen der noch warmen Innenluft und der frostigen Außenluft nur das dünne Blech war, verschwand die Wärme in Nullkommanichts.
Das war nicht angenehm, aber auch nicht weiter schlimm. Im Januar vor 11 Monaten war ich an fast gleicher Stelle zwei Nächte lang gestanden, damals bei „nur“ -9°, noch gänzlich ohne Heizung und fast vollkommen ohne Isolierung. Geschlafen hatte ich dennoch hervorragend und war erst von tauenden Eiszapfen auf der Innenseite meines Busses geweckt worden. (Die ganze recht lustige Geschichte kann hier nachgelesen werden).
Ich hatte ja warme Kleidung, einen warmen Schlafsack und – man staune – eine wärmende Kamelhaardecke (ja, auch sowas habe ich, ein Geschenk aus Restbeständen, die seit 8 Monaten gut verpackt im Bus auf ihren Einsatz wartet). Obendrein konnte ich mir eine Wärmflasche machen.

Beim Lesen wurden die Hände zwar etwas kalt, aber (er-)frieren würde ich sicherlich nicht.

Ich schlief erst um 2:30 Uhr ein. Ein letzter Blick auf das Thermometer zeigte 2,6°. Um 4 Uhr konnte ich mich nicht aufraffen und schaffte es erst um 5:15 Uhr aus dem warmen nicht ganz so kalten Bett. Nun waren es im Innenraum -2,7°. Dafür war es draußen wärmer geworden. Nur noch -10,9°; fast schon sommerlich.
Abgesehen von einer Kamera war allen der Saft ausgegangen; nur die Akkus der Vixen Polarie, die des Star Adventurers und die dicke Selbstbau-Akkubox, die die EQ5 und die dazugehörigen Objektivheizungen versorgte, waren noch kraftvoll und die Montierungen munter am Drehen.
Ich packte schnell alles in den Wagen, bedacht, nicht noch mehr Kälte hineinzulassen, warf noch einen schnellen Blick auf die Fotos und schlief um 6:15 Uhr endgültig ein.
Morgen konnte ich ausschlafen. Bis ich erwachte, wären die Batterien bestimmt ausreichend geladen und die Heizung bereits wieder am Laufen. Ob ich noch eine weitere Nacht dranhängen würde? Das konnte ich morgen entscheiden, aktuell fühlte ich mich nicht danach.

 
Kombination aus mehreren Bilder, aber korrekt in der Darstellung und ein nicht zu wiederholendes Bild: Wenige Geminiden-Sternschnuppen und der Komet 46P/Wirtanen zusammen mit Orion und der Wintermilchstraße.
 

Prolog
9:45 Uhr. Ich wurde wach. Warum, wusste ich nicht, aber mir war kalt. Ich krabbelte aus meinem Bett und goss Wasser in den Topf, um mir meine Wärmflasche erneut zu befüllen.
Im selben Moment hörte ich eine Stimme: „Bischt scho wach? Hallo? Bischt scho wach?“
Das galt eindeutig mir. Ich murmelte etwas von wegen „Joaähhjoweißnichtsorecht-ähhjoosogradehalb“ und öffnete die Tür. Uff, war das hell! Gleißendes Weiß blendete mich. Vor drei Minuten hatte ich noch tief und fest geschlafen und nun fand ich mich, mehr schlafend als wachend, mitten in einer aufgeregten Stimmung. Ich musste sofort umschalten, wach sein, reagieren und die ganze Situation realisieren.
Eine Menge Menschen standen herum, Leute hantierten mit Schneeschaufeln, ein riesiger Bus des öffentlichen Nahverkehrs stand mitten auf der Straße und der Besitzer des Gasthauses, der mich soeben aus dem Bus gerufen hatte, kam mit einer Schneefräse angefahren.
Was war geschehen?

 
Wendeplatz an der Schranke.
 

Nun: Von dem Gasthaus aus geht die Straße noch ca. 100 m weiter, bevor sie an einer Schranke endet. Im Sommer kann man dort über einen Pass fahren, im Winter ist dieser jedoch gesperrt.
Direkt vor der Schranke ist ein gräumiger, naja sagen wir ein ausreichend dimensionierter Wendeplatz für Busse. Die Region ist zwar sehr abgelegen, dennoch gibt es einen öffentlichen Nahverkehr, der (wie ich gestern Abend erleben durfte) sogar unter der Woche noch um 23 Uhr eine letzte Runde fährt. Genutzt werden normale große Busse, wie man sie als Reisebusse kennt. Nicht die wendigen 9-sitzigen Kleinbusse, die man hier vielleicht erwarten würde.
Bereits direkt am Gasthaus stehen rechts und links der Straße zwei große Schilder, die auf das absolute Parkverbot am Wendeplatz hinweisen. Dort befinden sich dann drei weitere.
Dennoch hatte es jemand geschafft, den Wendeplatz zuzuparken und war (womöglich auf eine Skitour) unauffindbar verschwunden.
Der Bus hatte somit ein Problem, das nun auch zu meinem geworden war. Wollte er nicht viele Kilometer rückwärts über eine verschneite Bergstraße bis ins Dorf fahren, so musste er wenden. Die einzige verbleibende (sehr knappe) Möglichkeit war der Parkplatz des Gasthauses.
Der war noch zu großen Teilen mit Schnee bedeckt, den der Busfahrer und weitere Leute bereits den Hang hinunter schaufelten. Mein Bus war da eindeutig im Weg, ich musste weg. Und zwar jetzt.
Die Scheiben der Fahrerkabine waren von innen vereist und mir gelang es kaum, ein kleines Guckloch freizuschaben. Aber für die kurze Strecke, von 30 Metern oder so und definitiv ohne Gegenverkehr, musste es reichen.
Besonders wohl fühlte ich mich nicht, als ich rückwärts auf die Straße manövrierte, im Schneckentempo vorwärts an dem großen Bus vorbei in die Sackgasse und danach, als er mühevoll gewendet hatte, wieder rückwärts die Straße zurückrollte.
Als ich wieder auf meinem Parkplatz stand, war an Schlaf jedenfalls nicht mehr zu denken. Mein Körper hatte längst auf „Konzentration – Funktionieren“ umgeschaltet.
So entschied ich, meine Sachen zu packen. Die Kameras mussten von den Objektiven befreit und alles sicher verpackt werden, die Montierungen kamen in ihre Koffer, die Stative wurden verstaut… Nachdem ich um 5:30 Uhr in der Früh wahrlich keine Lust mehr gehabt hatte aufzuräumen, dauerte die ganze Prozedur (die Küche wollte ja auch noch hergerichtet werden und das Bett sollte gemacht werden) eine gute Stunde.
Dass ich, übermüdet und gefriergetrocknet, keine weitere Nacht mehr bleiben würde, war zu diesem Zeitpunkt klar und so machte ich mich auf ins Tal. Eine Strecke von 27 km, die aber satte 54 Minuten reine Fahrzeit (laut Bordcomputer) beanspruchte.
Die restliche Heimfahrt verlief problemlos. U.a. auch deshalb, weil ich vernünftigerweise langsam, vorausschauend und mit gehörigem Sicherheitsabstand fuhr und zweimal an einem Parkplatz anhielt und für jeweils eine gute Stunde schlief.

Zum Abschluss noch eine kleine Anekdote:
Ich hätte meiner Freundin gerne etwas mitgebracht, doch dort oben in den Bergen gab es nichts. So entschied ich mich, eine große Frischhaltedose leerzuräumen und sie mit Schnee zu befüllen, auf den ich drei kleine Steinchen und ein gekrümmtes Ästlein legte.
Ihre Freude war groß, als ich ihr das „Selbstbauset ‚Mein ersten Schneemann 2018/19′“ überreichte.

Zum Abschluss gibt es nun noch den Zeitraffer des Kometen.
Rechts unten läuft die echte Uhrzeit mit.

 
 

ENDE

An dieser Stelle endet nun mein Jahresbericht. Über 4+2 Teile und auf den Tag genau 12 Monate konntest Du mich begleiten und teilhaben an meinen Erlebnissen.
Angefangen im Dezember vor genau einem Jahr mit den Geminiden 2017 und heute nun endend mit den Geminiden 2018.
Es war ein anfangs kaltes, später immer wieder durchwachsenes Astrojahr mit Höhen und Tiefen, mit Frust, aber auch tollen Erfolgserlebnissen, die im Rückblick am stärksten erscheinen. Ein Großteil der Objekte, die ich fotografiert habe oder aufgrund des Wetters nicht fotografieren konnte, werden auch im nächsten Jahr wieder auf mich warten. Die Mondfinsternis, die eher so mittelmäßig war und der wunderschöne Komet Wirtanen werden aber einzigartig bleiben – genau wie auch jede einzelne Nacht, jedes Erlebnis und all die neu gewonnenen Erfahrungen.
Ich bin gespannt, was das nächste Jahr bringt, hoffe, wie wohl alle, auf Neumondphasen ohne Wolken und freue mich jetzt schon, wenn auch leicht fröstelnd auf die nächste Astronacht im Januar. Davon wird es mit fast absoluter Sicherheit nicht nur eine geben; der Januar 2019 hält schon zum Start in das neue Jahr ein kleines Highlight bereit.

Wenn Du bis hierher mitgegangen bist, tatsächlich alles gelesen hast, so hast Du eine Menge über mich erfahren. Du hast aber auch erfahren, was man (also ich) alles auf sich nimmt bzw. nehmen muss (oder darf), wenn man als Großstadtbewohner ein Hobby wählt, dass einen dunklen Himmel erfordert. Ähnlich schwierige Verhältnisse haben wohl nur begeisterte Hochseesegler mit Wohnort in den Alpen, leidenschaftliche Süßwasser-Angler in Saudi-Arabien und Skifahrer aus SriLanka. Wobei ich letztgenannten fast noch ein wenig mehr an Verrücktheit unterstellen würde als mir selber.

Du siehst also: Zu meinem Hobby gehört Leidenschaft, wobei der erste Wortteil immer mal wieder mehr oder weniger stark zu tragen kommt; aber irgendwie macht das die ganze Sache auch spannend.

Die Einsamkeit, die ich auf meinen nächtlichen Expeditionen (naja, es sind Ausflüge) erlebe, ist mit ein Grund, warum ich diese Internetseite betreibe. Das Teilen der Erlebnisse gehört irgendwie mit dazu.
Du merkst bestimmt, dass mir das ganze Thema „Astro“ (vor allem aber -fotografie) sehr am Herzen liegt. Das ist der zweite Grund für diese Seite: Ich will mein Wissen, meine Erfahrungen teilen, andere motivieren, es auch zu versuchen, sie anspornen, ihre ganz eigenen Fotos der Nacht zu erschaffen.
Wenngleich ich mittlerweile mit einer Menge Gerätschaften und einem (halb-)ausgebauten Bus unterwegs bin (sein darf), so habe ich auch mit ganz wenig angefangen: Kamera, Objektiv, Stativ, Fernauslöser (und ein altes Auto). Was aber damals wie heute vorhanden war, ist die Begeisterung.
„It’s not about the gear – it’s about the experience using it.“
Auch die einfachste Kamera kann gut genug sein, wenn aus ihr Freude erwächst. Die Geräte sind immer nur das Mittel zum Zweck, die leidenschaftliche Erfüllung muss aus einem selbst kommen. Dann ist es gut und dann ist es richtig.

 

Anmerkung

Gerne würde ich Dich noch einladen, hier auf der Seite etwas zu stöbern. Vielleicht interessieren Dich die ersten Teile des Jahresberichts? Du findest sie unter News“.
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Vielleicht hast Du gemerkt, wieviel Zeit, Leidenschaft, Energie und auch Kosten ich in diese Seite stecke, die Dir helfen soll, Dein Foto des Sternenhimmels zu erstellen. Du kannst mich gerne unterstützen. Wie, steht hier.
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Ein Gedanke zu „Jahresbericht 2018 – 4-2-Dezember-Geminiden-Wirtanen

  1. gerne verfolge ich Dein geschehen und bin froh im Warmen zu sitzen, beim Café.
    Und doch, fröstelt es mich gelegentlich. So sehr mich die Astrofotografie interessiert
    so ein Hardcore Fotograf werde ich nie, dazu fehlt mir die Zeit und vorallem Geduld…..

    Ich stand im März 2018 bei -13° in Tromsø – Norwegen, schon drei Stunden im Schnee.
    Wegen der Aurora Borealis. Das ist aber nicht’s zudem was Du machst…
    gruss walter

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